Steigende Lohnstückkosten und hohe Energie- und Rohstoffpreise nagen an der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemie-Industrie. In der Chemie-Tarifrunde 2014 muss die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt stehen.
Unter dem Twitter-Hashtag #Chemie2014 können alle News zur Tarifrunde schnell gefunden werden.
Ohne Ergebnis vertagt haben die Tarifparteien der chemischen Industrie in Baden-Württemberg ihre Verhandlungen am Freitag in Karlsruhe. Die Arbeitgeber wiesen die Forderung der Gewerkschaft nach einer Entgeltsteigerung von 5,5 Prozent als „nicht angemessen“ zurück.
Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihren künftigen Fachkräftebedarf vor dem Hintergrund einer sinkenden Zahl verfügbarer Arbeitskräfte zu decken. Um das erfolgreich zu bewältigen, braucht es ein altersgerechtes Management, so die CSSA in
Broschüre der Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie weist erfolgreiche Wege zum Umdenken auf / Kompetenz- statt Defizitdenken ist gefragt.
In Deutschland haben die Arbeitskosten im Jahr 2012 einen neuen Höchststand erreicht, wie aus aktuellen Berechnungen des BAVC hervorgeht.
Mit 51,50 Euro pro Arbeitsstunde haben die Arbeitskosten in der deutschen Chemie-Industrie im Jahr 2012 einen Höchststand erreicht. Ein weiterer Anstieg beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit der Chemieunternehmen.
Regelmäßig kommen Konjunkturprognosen heraus, die einen Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung geben. Ralf Müller, Geschäftsführer bei den Chemie-Verbänden Baden Württemberg, hält sie für „zu optimistisch“.
Die Chemie-Arbeitgeber wollen wettbewerbsfähige Unternehmen - dafür muss in der Tarifrunde 2014 gestritten werden (Twitter-Nachrichten zur Tarifrunde gibt es unter dem Hashtag #chemie2014).
Die erste regionale Tarifverhandlung für die 230 Unternehmen der chemischen Industrie in Baden-Württemberg findet am 6. Dezember 2013 in Karlsruhe statt. Die Verhandlungen drehen sich um den Entgelttarifvertrag für die etwa 72.000 Beschäftigten unserer Unternehmen in Baden-Württemberg.
Die Chemie-Arbeitgeber in Baden-Württemberg weisen die Forderung der IG BCE nach 5,5 Prozent mehr Entgelt zurück. Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sei jetzt entscheidend.
„Die Chemiekonjunktur in Baden-Württemberg läuft nicht befriedigend. Besonders die Inlandsumsätze zeigen, dass wir von einem nachhaltigen Aufschwung nicht reden können“, so Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg.
Rund 75 Prozent der Führungskräfte in der chemischen Industrie haben einen naturwissenschaftlich-technischen Bildungshintergrund. Mehr als ein Viertel aller außertariflichen Angestellten ist weiblich.
Informationen zur Chemie-Tarifrunde 2014 sind im Kurznachrichtendienst Twitter unter dem Hash-Tag #chemie2014 zu finden.
Die Forderungsempfehlung der IG BCE für die Tarifrunde 2014 liegt vor. Die Chemie-Arbeitgeber sehen den Fokus klar auf der Wettbewerbsfähigkeit der Branche und der Stabilisierung der Beschäftigung.