Damit es Deutschland weiter gut geht, brauchen wir mehr soziale Marktwirtschaft - sagt der Chemie-Arbeitgeberverbandsvorsitzende Patrick Krauth.
Zwei Azubis im Chemie-Unternehmen nutzen Messtechnik. Foto: Chemie.BW/Eppler
Die Ausbildung in der Chemie- und Pharmaindustrie hat hohe Priorität. Die Branche kümmert sich um den Nachwuchs - und weist die Vorwürfe der Gewerkschaft anlässlich ihres Monats der Ausbildung zurück.
Kai Beckmann (links) wurde als BAVC-Vorsitzender bestätigt - Patrick Krauth, der baden-württembergische agvChemie-Vorsitzende, wurde auf der Mitgliederversammlung neu in den Bundesvorstand gewählt. (Fotos: BAVC / Chemie.BW)
Auf der Mitgliederversammlung des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) haben die Verbände Kai Beckmann als Präsidenten bestätigt. Patrick Krauth, der baden-württembergische agvChemie-Vorsitzende, wurde neu in den Vorstand gewählt.
„Es gibt nichts zu verteilen“, sagt Patrick Krauth, Verhandlungsführer der Chemie-Arbeitgeber Baden-Württemberg. Trotz einer Rezession will die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde hohe Forderungen durchsetzen.
Die Tarifverhandlungen für die chemische und pharmazeutische Industrie in Baden-Württemberg sind vertagt worden. „Wir fordern einen Zukunftsbeitrag für mehr Wettbewerbsfähigkeit“ sagte Patrick Krauth, Verhandlungsführer der #Arbeitgeber: "In der Rezession gibt es nichts zu verteilen" unterstrich er die schwierige Lage der Unternehmen. Weiter verhandelt wird jetzt auf Bundesebene.
Die Industrie befindet sich in der Rezession. Produktion, Umsatz und Gewinne stürzen ab. Arbeitsplätze sind in Gefahr. „Die Unternehmen brauchen Kostenentlastung, um die Krise zu überwinden. Tariferhöhungen wären derzeit Gift für den Bestand von Arbeitsplätzen“, so haben die baden-württembergischen Chemie-Arbeitgeber die Forderung der Gewerkschaft in der Tarifrunde 2019 zurückgewiesen.
chemikant in chemieanlage / ChemieBW / Foto: ChemieBW/Eppler
Die Umsätze der Chemie- und Pharmaunternehmen in Baden-Württemberg haben von Januar bis Juni 2019 stagniert. Noch Anfang des Jahres hatten die Verbände mehr erwartet: "Unsere Prognose war zu optimistisch", sagt Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer.
Die Mitglieder des vfa beschäftigen in Deutschland rund 79.000 Mitarbeiter. Dabei wird jedes dritte forschende Pharma-Unternehmen, das vfa-Mitglied ist, in Deutschland von einer Frau geführt. (Foto: vfa/Martin Joppen)
Die Pharmaindustrie bietet viele Karriereoptionen für Frauen. Der Frauenanteil an Vollzeit-Beschäftigten in der Belegschaft beträgt bundesweit über 40 Prozent. Ein Drittel der Führungspositionen bei den forschenden Pharma-Unternehmen sind von Frauen besetzt. Somit zeigt sich die Branche als Motor in der beruflichen Gleichstellung von Mann und Frau.
Azubis in der Chemie lernen inzwischen nicht nur "Althergebrachtes". Die Digitalisierung hat Einzug gehalten in Betriebe und Berufsschulen. Aber hier muss noch mehr getan werden (Foto: ChemieBW/Eppler).
Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) fordert die Förderung aller Unternehmen, um die Weiterbildung zum Thema Digitalisierung erfolgreich voran zu bringen.
Fahnen der Chemie-Arbeitgeber und der Gewerkschaft
Die Chemie-Arbeitgeber haben in Wiesbaden am Nachmittag des 20. September 2018 eine Einigung mit der IG BCE erzielt. Der neue Tarifabschluss in der chemischen Industrie umfasst eine Entgeltsteigerung von 3,6 Prozent für 15 Monate mit betrieblicher Flexibilität. Die Auszubildenden erhalten überproportional mehr Geld. Zudem wurde eine "Roadmap Arbeit 4.0" vereinbart.