Patrick Krauth steht für eine starke Stimme der baden-württembergischen Chemie-Arbeitgeber im Vorstand des BAVC. (Foto: Chemie.BW/Eppler)
Baden-Württemberg ist weiter im Vorstand der deutschen Chemie-Arbeitgeber vertreten: Der agvChemie-Vorsitzende Patrick Krauth wurde, wie der Vorsitzende des BAVC, Kai Beckmann, in Bochum auf dem Chemie-Arbeitgebertag wiedergewählt. 
Die Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg hat nicht umsonst das Motto "Vielfalt. Fortschritt. Zukunft." Seit vielen Jahren stehen die 480 Unternehmen mit ihren mehr als hunderttausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für eine Branche, die all das verkörpert. In "guten wie in schlechten Zeiten". Und die Zeiten sind schwierig - aber die Branche hat Herausforderungen auch in der Vergangenheit überwunden. Das gilt auch für 2023. Es gilt, einiges zu bewältigen.
Für die Chemie-Arbeitgeber in Baden-Württemberg ist die Lage ernst: Die Umsätze sind im ersten Halbjahr gesunken, für das gesamte Jahr 2022 sind die Unternehmen pessimistisch. Der Vorsitzende der Tarifkommission des agvChemie sagte dazu: „Wir müssen flexibel auf die bestehende Krise und die weitere Entwicklung reagieren, wir sollten die ‚Brücke‘ verlängern. Eine Erhöhung um einen Prozentbetrag als dauerhafte Belastung verkraften viele unserer Unternehmen derzeit nicht.“
Medienkonferenz der Verbände Chemie.BW: (v.l.n.r.) Andreas C. A. Fehler, Pressesprecher, Björn Sucher, HGF agvChemie, Prof. Dr. Winfried Golla, HGF VCI BW. Foto: Chemie.BW/Marburger
Die Chemie- und Pharmaindustrie Baden-Württemberg hat ihre Halbjahresbilanz vorgelegt. Die Umsätze der Branche sind nach in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Prof. Dr. Winfried Golla, Hauptgeschäftsführer des VCI Baden-Württemberg, sieht insbesondere in den explodierenden Energiekosten „bedrohliche Wettbewerbsnachteile für die Unternehmen“. Die andauernde Unsicherheit ist für Björn Sucher, Hauptgeschäftsführer des Chemie-Arbeitgeberverbandes, der Grund dafür, in der Chemie-Tarifrunde weiter zu fordern: „Investieren muss vor verteilen gehen“.
Eine "Brücke über die Unsicherheit" bietet die Tarifvereinbarung. Im Oktober gehen die Verhandlungen weiter. (Foto: Chemie.BW/Eppler)
Die Chemie-Tarifparteien auf Bundesebene - der BAVC und die IGBCE - haben sich heute in Wiesbaden auf die Aussetzung der Tarifverhandlungen geeinigt. Als "Brücke über die wachsende Unsicherheit aufgrund des Krieges in der Ukraine" wurde ein umfangreiches Paket vereinbart. Die Verhandlungen sollen im Oktober 2022 wieder aufgenommen werden.
Die Forderungen der IG BCE haben die Chemie-Arbeitgeber bei den regionalen Tarifverhandlungen zurückgewiesen. Der Verhandlungsführer, Andreas Schmitz, betonte: „Wir können jetzt keine weiteren Belastungen gebrauchen, sonst ist der Standort ernsthaft gefährdet“. Besonders auch die Forderung nach Intensivierung der Ausbildung haben die Arbeitgeber mit Hinweis auf die starken Aktivitäten der Verbände unter dem Hashtag #AusbildungZukunftGestalten gekontert.
Die Zukunft der Chemie- und Pharmabranche sichern: Das möchte Andreas Schmitz, Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbands Chemie Baden-Württemberg in der aktuellen Tarifrunde. Im Interview erklärt er, worum es geht.
In einer Online-Medienkonferenz haben die Verbände die baden-württembergischen Medien über die Wirtschaftslage in Chemie, Pharma und Lack informiert.
Hashtag #Chemie22 - hier finden sich alle Infos zur Chemie-Tarifrunde.
Zur Chemie-Tarifrunde 2022 (#chemie22) hat der Arbeitgeberverband gefordert, statt großen Verteilungsdiskussionen ganz auf Investitionen in die Zukunft zu setzen. Der Vorsitzende der Tarifkommission des Verbandes agvChemie, Andreas Schmitz, wies die heute veröffentlichten Forderungen der Chemie-Gewerkschaft IG BCE zurück.
Bundestagshaltestelle und Reichstagsgebäude, Berlin / Foto Chemie.BW
Am Samstag, 26. September 2021, wird der neue Bundestag gewählt. Für die chemische und pharmazeutische Industrie gibt es klare Vorstellungen, mit welchen Aufgaben sich die neue Bundesregierung beschäftigen muss. Und: Wir wissen genau, in welche Richtung es gehen soll, wenn wir weiterhin ein guter, stabiler und zukunftsfähiger Chemie- und Industriestandort sein wollen.