Die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland stieg im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kaum.
Die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschlands drittgrößter Branche ist gefährdet, warnt der Bundesarbeitgeberverband Chemie.
Die Umsätze in der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Baden-Württemberg wuchsen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 nur minimal um 0,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Das sei ein Signal, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte dringend verbessert werden müsse, so Chemie-Verbände-Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer.
Nachfolgend die Wirtschaftsdaten zur chemischen Industrie in Baden-Württemberg. Die Daten beruhen auf der Abgrenzung und den Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg, so nicht anders angegeben.
Nachfolgend die Wirtschaftsdaten zur chemischen Industrie in Baden-Württemberg. Die Daten beruhen auf der Abgrenzung und den Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg, so nicht anders angegeben
Um den Verteilungsspielraum zu bestimmen, um sinnvoll verhandeln zu können, müssen bei Tarifverhandlungen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geklärt werden. Das hat der BAVC - der Bundesarbeitgeberverband Chemie - gemacht. Einige der wichtigen Ergebnisse haben wir zusammengefasst.
Arzneimittel: Nur 50,8 Prozent des gezahlten Apothekenpreises kommt bei den Herstellern an.
Die Preise für Arzneimittel haben in Deutschland ein hohes Niveau. Aber nur 50 Prozent des vom Patienten gezahlten Apothekenpreises kommt bei den Pharmaunternehmen an.
Die Entwicklung der Chemie nach den Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg im Jahr 2015.
Medienkonferenz der Chemie-Verbände 2016: von rechts nach links Markus Scheib, Dr. Anno Borkowsky, Thomas Mayer und Pressesprecher Andreas C. A. Fehler. (Foto: ChemieBW/Regenscheit).
Die Umsätze in der chemischen Industrie in Baden-Württemberg sind 2015 um 4,6 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro gestiegen. Die Chemie-Verbände forderten die Politik auf, die naturwissenschaftliche Bildung in den allgemeinbildenden Schulen zu stärken. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA müsse endlich sinnvoll abgeschlossen werden. Das gaben die Chemie-Verbände Baden-Württemberg am Dienstag in Stuttgart auf ihrer Wirtschaftspressekonferenz bekannt.
Im Vergleich mit der gesamtwirtschaftlichen Unfallquote ist die chemische Industrie weiterhin eine der sichersten Branchen in Deutschland. (Quelle: BG RCI)
In den Chemie-Unternehmen hatten sich im Vorjahr 13.050 Arbeitsunfälle ereignet, 2013 waren es 13.051. Damit bleibt die Unfallquote im Vergleich mit der gesamten gewerblichen Wirtschaft konstant niedrig.
Viele Chemie-Betriebe haben bereits Schwierigkeiten, qualifizierten Nachwuchs für sich zu gewinnen. Ihnen droht ein Mangel an Fachkräften, der durch die Renten-Reform verschäft wird.
Viele Unternehmen haben bereits Schwierigkeiten, qualifizierten Nachwuchs zu finden. Ihnen droht ein Mangel an Fachkräften. Die Chemie-Arbeitgeber sehen sich durch erste Zahlen in ihrer Einschätzung bestätigt: Die „Rente mit 63” setzt ein falsches Zeichen und verschärft diese Entwicklung.