Mit neuen Geräten chemische Zusammenhänge besser verstehen

12.03.2019

Mannheim, 12. März 2018. Experimente im naturwissenschaftlichen Unterricht beeinflussen den Lernerfolg der Schüler. Sie können das Gelernte besser erinnern und länger nutzen. Am Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium haben die Schüler in Zukunft mehr Möglichkeiten eigenständige Versuche im Unterricht durchführen: die Schule erhält vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) 2.500 Euro. Finanziert werden damit Glasgeräte, beheizbare Magnetrührer, Multimeter-Messgeräte, Chemikalien und eine Waage. Schulleiterin Heike Frauenknecht und Fachlehrer Roman Stiebing nahmen bei der symbolischen Übergabe des Geldes den „Chemie-Förderkolben“ entgegen. Das chemietypische Gefäß übergab Philipp Junge, Senior Vice President bei Lanxess Mannheim.

Für Philipp Junge ist praktisches Arbeiten im Chemie-Unterricht besonders wichtig: „Die chemische Industrie bietet Jugendlichen eine spannende berufliche Perspektive. In unseren Unternehmen brauchen wir insbesondere Nachwuchs, der sich für Chemie, Biologie und Physik interessieren. Deshalb fördern wir den experimentellen Unterricht in den Schulen sehr gerne“. Eine gute Grundausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht an den Schulen sei eine notwendige Grundvoraussetzung dafür. Am Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium ist die Förderung genau an der richtigen Stelle, so Junge. Das große Engagement in der Berufsorientierung und die zahlreichen Projekte an der Schule zeigten, dass dort hervorragende Arbeit geleistet werde.

Der FCI hat das Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium auch in den vergangenen Jahren unterstützt. Insgesamt wurden dort bis jetzt 5.500 Euro in den naturwissenschaftlichen Unterricht investiert. Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle.

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie (http://dsc.chemie.com) die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland.

Im Jahr 2001 hat er die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten.

In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an über 5000 Schulen. Mit diesem Geld konnten die Lehrer und Lehrerinnen Geräte und Chemikalien für Experimente kaufen.

Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen wie Experimente für Grundschulen und Antibiotika wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.