Pharma

vfa: Arzneimittelfälschungen gefährden Gesundheit und Leben von Menschen

17.08.2012

In einem Positionspapier warnt der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) vor den Gefahren von gefälschten Arzneimitteln. Das Nachahmen von Produkten sei zudem besonders verwerflich, da es neben dem Vertrauensverlust in die Sicherheit von Arzneimitteln auch zu einer erheblichen Gesundheitsgefährdung führt. Im Falle von Antibiotika und Virustatika beispielsweise seien die Auswirkungen der Fälschungen teilweise lebensbedrohlich: sie können eine Resistenzbildung hervorrufen und damit lebensrettende Arzneimittel unwirksam machen. Darüber hinaus richteten Imitate auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden an, in dem sie das Recht am geistigen Eigentum oder dem Patentschutz verletzten. Diese seien jedoch Grundvoraussetzung und Motor für wichtige Innovationen und die Basis für eine erfolgreiche wirtschaftliche Betätigung, lässt der vfa verlauten. Um einen Schaden durch Fälschungen zu vermeiden, sicherten zahlreiche Arzneimittelhersteller ihre Packungen inzwischen mit zusätzlichen Merkmalen, zum Beispiel mit Hologrammen, wie auf Geldscheinen, informiert der Verband.

Um dem Problem entgegen zu wirken, ist 2011 die Richtlinie 2011/62/EU, die so genannte 
„Fälschungsrichtlinie“, in Kraft getreten. Die Richtlinie enthält ein Maßnahmenpaket zur 
effektiveren Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen, in dem wichtige Schritte wie Codierung, Serialisierung und Identifizierung einzelner Packungen sowie die Versiegelung von 
Arzneimittelpackungen berücksichtigt werden. Die EU-Richtlinie sieht zum Schutz vor 
Arzneimittelfälschungen außerdem zahlreiche weitere Maßnahmen vor, unter anderem mehr Kontrollen von Arzneimittelherstellern und -lieferanten in Ländern außerhalb der EU. Der vfa unterstreicht die Notwendigkeit dieser Vorkehrungen und arbeitet weiter aktiv an deren raschen Umsetzung mit, so der Verband.

Das vollständige vfa-Positionspapier kann hier eingesehen werden.