Pharma

BPI fordert: Impflücken schließen

25.04.2012

Impfschutz  kann nur flächendeckend funktionieren. In Deutschland gibt es hier jedoch noch Defizite, zum Beispiel im Bereich der Masernprävention. Das hat das Robert-Koch-Institut jüngst festgestellt. Aktuell hätten nur 90 statt der notwendigen 95 Prozent der Bevölkerung einen ausreichenden Impfschutz gegen diese Krankheit. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) macht anlässlich der Europäischen Impfwoche auf diese Zahlen aufmerksam und fordert, Impflücken zu schließen.

Während beispielsweise die USA von der WHO bereits 2002 als masernfrei zertifiziert wurden, gab es in Deutschland in den letzten Jahren immer wieder vereinzelte Ausbrüche. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die erste Masernimpfung bereits für Babys unter einem Jahr. Die zweite Impfung sollte vor Ende des zweiten Lebensjahres efolgen. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind und bislang nicht oder in der Kindheit nur einmal geimpft wurden, sollten das dringend nachholen. „Der kleine Pieks ist ja kein Selbstzweck, sondern kommt der Gesundheit der gesamten Gesellschaft zu Gute“, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp. „Insbesondere für ältere Menschen können Infektionskrankheiten zur tödlichen Gefahr werden. Diese und andere Risiken können wir mindern, denn wir haben bewährte und allgemein gut verträgliche Impfstoffe zur Hand. Speziell bei Masern wird es Zeit, denn die WHO will die Krankheit bis 2015 in Europa beseitigt wissen.“