Schulförderung in Ditzingen: pH-Sensoren und Waagen für mehr Experimente im Chemie-Unterricht

14.06.2018

Ditzingen, 13. Juni 2018. Experimente im naturwissenschaftlichen Unterricht vermitteln mehr als nur Grundlagen, sie fördern das wissenschaftliche Verstehen und das Interesse an der Chemie. Um noch mehr praktisches Arbeiten in den Chemie-Stunden möglich zu machen, unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) das Gymnasium in der Glemsaue in Ditzingen mit 2.491 Euro. Schulleiter Dr. Felix Stadtfeld und Fachlehrer Florian Lämmle nahmen bei der symbolischen Übergabe den „Chemie-Förderkolben“, ein chemietypisches Gefäß, von Tobias Pacher, bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg zuständig für den „Dialog Schule – Chemie“, entgegen. Verwendet wird das Geld unter anderem für die Anschaffung von pH-Sensoren, Waagen und Molekülbaukästen.

„Die Unterstützung seitens der Chemie-Unternehmen ist am Gymnasium in der Glemsaue genau an der richtigen Stelle. Die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und Projekte an der Schule schaffen die passenden Bedingungen, um das Lernen in den naturwissenschaftlichen Fächern zu erleichtern“, erklärte Pacher. Dieses Engagement sei heutzutage wichtig für die Schüler, auch für deren spätere Berufswahl. Für die Chemie-Industrie, die auf motivierte Fachkräfte angewiesen ist, sei deshalb eine gute Grundausstattung an den Schulen unerlässlich.

Der Fonds hat das Gymnasium in der Glemsaue jetzt insgesamt mit 12.481 Euro unterstützt. Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle.

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland.

Im Jahr 2001 hat er die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten.

In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an über 5000 Schulen. Mit diesem Geld konnten die Lehrer und Lehrerinnen Geräte und Chemikalien für Experimente kaufen.

Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen wie Experimente für Grundschulen und Antibiotika wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.