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Warum eigentlich schützt Kühlmittel die Autos?

06.10.2019

Besigheim. Der Verbrennungsmotor wandelt Energie in Wärme um. Damit der Motor nicht überhitzt, muss man Wärme abführen – mit einem Gemisch aus Wasser und Kühlerschutzkonzentrat. Im Durchschnitt werden pro Minute rund 150 Liter Kühlflüssigkeit durch den Kühlkreislauf eines Autos gepumpt, bei Nutzfahrzeugen ein Vielfaches mehr. „Hauptbestandteil ist Monoethylenglykol“, weiß Marie Sauer, Kühlerschutzmittel-Expertin bei der BASF. „Der Alkohol erhöht den Siedepunkt der Kühlflüssigkeit und trägt dazu bei, dass die Wärme optimal abgeleitet wird. Zudem setzt Monoethylenglykol den Gefrierpunkt der Flüssigkeit herunter: Bei Minusgraden friert das Kühlsystem nicht ein.“

Das Unternehmen, das auch Standorte in Besigheim, Grenzach- Wyhlen und Sinzheim hat, entwickelt zusammen mit Autobauern Kühlerschutzflüssigkeiten („Glysantin“) für verschiedene Motoren und produziert diese in Deutschland. „Das Gemisch kommt mit verschiedenen Materialien in Kontakt“, so Sauer, „das stellt hohe Anforderungen an das Mittel.“

Für den Korrosionsschutz sind Zusatzstoffe (Additive) nötig: „Sie beugen Rost vor, verhindern, dass Dichtungen spröde und porös werden, und verlängern so die Lebensdauer des Kühlsystems.“ Da sich diese Schutz-Additive mit der Zeit abbauen, sollte man das Mittel regelmäßig wechseln.

Autor: Andrea Veyhle