Heidelberg-College: Chemie-Fonds fördert mehr Experimente im Unterricht

22.06.2017

Heidelberg, 23. Juni 2017. Chemieunterricht, in dem Schüler selbst experimentieren, ist interessant und lehrreich. Denn durch das eigenständige Erleben von naturwissenschaftlichen Gesetzen, bleibt das Gelernte besser im Gedächtnis. Die Schüler am Heidelberg-College können genau das jetzt: Für noch mehr Praxis im Chemie-Unterricht erhält die Schule vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) 2.500 Euro. Mit der Summe werden unter anderem Gasflaschen und Druckminderungsventile finanziert. Chemie-Lehrerin Natalie Fakouhi und Schulleiter Edgar-Julian Holzberg nahmen bei der symbolischen Übergabe des Geldes den „Chemie-Förderkolben“ entgegen. Das chemietypische Gefäß übergab Tobias Pacher, der bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg den Dialog Schule-Chemie leitet.

 „Die Chemie-Branche braucht motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte. Die Grundlagen legen die Schulen. Daher ist es im Interesse unserer Branche, den naturwissenschaftlichen Unterricht zu stärken“, erklärt Pacher. Für die Chemie-Verbände ist deshalb eine gute Grundausstattung der Schulen notwendig und wichtig. Denn praktische Übungen in den Schulstunden steigerten die Bereitschaft zu lernen, so Pacher. 

Der FCI hat das Heidelberg-College auch in den vergangenen Jahren unterstützt. Insgesamt konnten dort bis jetzt 11.500 Euro in den naturwissenschaftlichen Unterricht investiert werden. Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle. 

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie (http://dsc.chemie.com) die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland. Durch das Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ werden seit 2013 rund 7,5 Millionen Euro für den Chemieunterricht an allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung gestellt. 

In dieses Programm sind seit 2001 insgesamt mehr als 23 Millionen Euro zur Förderung des Unterrichts geflossen. Davon wurden rund 10,7 Millionen Euro an über 3.400 Schulen in Deutschland für Geräte und Chemikalien eingesetzt. Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien, wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. 

Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.