Wirtschaftsdaten

BAVC: Chemiebranche geschwächt durch anhaltende Stagnation

13.09.2016

Die Lage der deutschen Chemiebranche ist weiterhin von Stagnation geprägt, stellt der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) fest. Das belegen aktuelle Kennzahlen für das erste Halbjahr 2016. Eine baldige wirtschaftliche Trendwende ist nicht in Sicht, lässt der Verband verlauten. Die Chemie-Unternehmen stehen demnach unter Druck, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands drittgrößter Branche ist gefährdet. So stieg die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kaum. Die Kapazitätsauslastung lag laut dem ifo-Institut bei 83,82 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte unter der Vorjahresperiode. Im Juni 2016 sank die Produktion um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Erzeugerpreise, Umsatz und Beschäftigung

Durch den niedrigen Ölpreis und den hohen Euro-Wechselkurs gingen die Erzeugerpreise im ersten Halbjahr 2016 um 2,1 Prozent zurück. Davon waren Inlands- und Auslandsgeschäft gleichermaßen betroffen. Zudem lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2016 um 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert; im Juni 2016 lag der Umsatzindex bei 102 — also 8,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. In der ersten Jahreshälfte 2016 ging die Zahl der Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie leicht zurück; er lag 0,5 Prozent unter dem Wert der Vorjahreshälfte. Jedoch erhöhte sich das Entgelt je Beschäftigten im letzten Halbjahr um 1,3 Prozent und wird aufgrund des jüngsten Tarifabschlusses weiter steigen.

Weitere Informationen unter www.bavc.de