EEG-Umlage: Chemieverband VCI sieht keine Entlastung für den Chemie-Mittelstand / Politische Reformen sind notwendig

16.10.2017

2018 soll die EEG-Umlage minimal zurückgehen - so haben das die Netzbetreiber verkündet. Die Senkung der Abgabe zur Förderung der erneuerbaren Energiequellen beträgt aber weniger als 0,1 Cent pro Kilowattstunde. Das reicht nicht - sagt der der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und drängt auf weitere Reformen des Gesetzes zum Ausbau erneuerbarer Energien (EEG).

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Der geringe Rückgang von nicht einmal 0,1 Cent ist in keiner Weise ausreichend für die notwendige Entlastung des Mittelstandes in der chemischen Industrie, der derzeit über eine Milliarde Euro EEG-Umlage beim Strompreis verkraften muss.“ Die Absenkung sei zudem auf hohe Rücklagen im EEG-Konto zurückzuführen und nicht strukturell bedingt. Viele Experten sind sich einig: in den kommenden Jahren wird die Umlage weiter ansteigen. Für den VCI ist daher klar: Der Reformdruck sei daher weiterhin groß.

Daher müsse die Frage der Kostenverteilung für die EEG-Umlage jetzt vom neu gewählten Bundestag beraten werden. Der VCI tritt hier für einen Systemwechsel ein: "Die Energiewende ist eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe. Sie sollte daher aus dem Bundeshaushalt finanziert werden.“ Konkret heißt das: Der zukünftige Ausbau erneuerbarer Energien soll nicht mehr über eine EEG-Umlage sondern direkt aus Bundesmitteln bezahlen werden. Die EEG-Umlage soll dann bis zum Auslaufen der Förderung für bestehende Anlagen stetig und verlässlich auf null sinken. „Damit erhalten die Unternehmen die dringend benötigte Planungssicherheit für ihre Investitionen“, unterstreicht Tillmann.

Mehr dazu beim VCI unter "Energiepolitik"