Neues Modellprojekt am Start: „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“

05.07.2018

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg startete mit einer Auftaktveranstaltung am 19. Juni das Modellprojekt „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“. Ziel des neuen Modellprojekts ist es, Unternehmen über die Chancen der Digitalisierung für eine familienbewusste und lebensphasenorientierte Personalpolitik zu beraten und zu informieren. Dadurch sollen bei Unternehmen Interesse für dieses Thema geweckt, unternehmensinterne Entwicklungen angestoßen und praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

„Digital unterstützte Arbeitsformen ermöglichen kreative Lösungen für die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Verpflichtungen – ein für Fach- und Führungskräfte immer wichtigeres Thema bei der Arbeitsplatzwahl. Damit können familienbewusste Unternehmen ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte steigern und sich so ihren Unternehmenserfolg sichern“, so Staatssekretärin Katrin Schütz.

Die Digitalisierung sorgt für eine höhere zeitliche und örtliche Flexibilität. Arbeitsmodelle wie mobiles Arbeiten oder Cloud-Working eröffnen neue Potenziale für eine bessere partnerschaftliche Vereinbarkeit beruflicher Belange mit privaten Anforderungen. Bisher werden die Potenziale solcher Arbeitsmodelle in den Unternehmen jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft und der Bedarf an Home-Office übersteigt deutlich das Angebot.

Digitalisierung für Vereinbarkeit von Beruf und Familie nutzen

So arbeiten nach der Studie „Digitalisierung – Chancen und Herausforderungen für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ der Roland Berger GmbH nur sechs Prozent aller Eltern minderjähriger Kinder in Home-Office. Deutlich mehr, nämlich 25 Prozent, könnten sich eine solche Heimarbeit aufgrund ihrer Tätigkeit jedoch vorstellen. Lediglich vier von zehn Unternehmen in Deutschland halten eigenen Angaben zufolge Home-Office-Angebote vor.

Im Rahmen des neuen Modellprojekts soll mit „Innovation Labs“ in vier Regionen ein Analyseinstrument erarbeitet werden, das es Unternehmen ermöglicht, die Digitalisierung zur Weiterentwicklung im Bereich „Familienbewusste Personalpolitik und Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ zu nutzen und weiterführende Handlungsschritte in die Wege zu leiten. Die Ergebnisse dienen auch als Grundlage für die Durchführung eines Wettbewerbs „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“ zum Abschluss des Projekts.

Die Arbeitgeberverband Südwestmetall, der Landesfamilienrat und der agvChemie sind Kooperationspartner des Projekts. Mitgliedsunternehmen des agvChemie haben die Chance zur Teilnahme an den 4 Mal pro Jahr im Regierungsbezirk BW stattfindenden Innovation Labs.

Weitere Informationen unter: www.familynet-4-0.de.