Die baden-württembergischen Chemie-Arbeitgeber lehnen die von der regionalen Chemie-Gewerkschaft aufgestellte Forderung in Höhe von 5 Prozent ab. Sie sehen nur einen moderaten Spielraum für Tarifentgelterhöhungen. Die Tarif-Verhandlungen der chemischen Industrie beginnen für Baden-Württemberg am 2. Juni 2016 in Karlsruhe.
Der Bundesarbeitgeberverband Chemie - die Spitzenorganisation der Chemie-Arbeitgeber - kritisiert den vom Bundesfamilienministerium vorgelegten Entwurf für ein Lohngerechtigkeitsgesetz scharf. Das Gesetz könne in der geplanten Form keine Entgeltunterschiede abbauen, sondern bedeute eine empfindliche Störung des Betriebsfriedens. Zudem sorge es für erheblichen Bürokratieaufwand, ohne einen Mehrwert zu schaffen.
Experten aus den Chemie-Unternehmen diskutierten mit der Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie über die Voraussetzungen für „Gesundes Führen“.
Zu den wichtigsten Fortschritten der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ zählen unter anderem die Online-Plattform www.chemiehoch3.de, der spezielle Nachhaltigkeits-Check für die Mitgliedsunternehmen und die Ergebnisse aus dem Dialog mit wichtigen Stakeholdern.
Für die Unternehmen sind alle durch die Beschäftigung verursachten Kosten wichtig. Dazu gehören Sozialversicherungsbeiträge, Aufwendungen für die tarifliche und betriebliche Altersversorgung sowie sonstige Personalzusatzkosten wie Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung, Abfindungen oder Kantinenzuschüsse.
Der Bundesarbeitgeberverband Chemie warnt vor einem weiteren Anstieg der Arbeitskosten in der Branche. Die Entgelte sind von 2010 bis 2014 um 12,9 Prozent angestiegen, während das Produktionsniveau lediglich 2,1 Prozent zulegte - mangelnde Wettbewerbsfähigkeit ist die Folge.
Viele Unternehmen haben bereits Schwierigkeiten, qualifizierten Nachwuchs zu finden. Ihnen droht ein Mangel an Fachkräften. Die Chemie-Arbeitgeber sehen sich durch erste Zahlen in ihrer Einschätzung bestätigt: Die „Rente mit 63” setzt ein falsches Zeichen und verschärft diese Entwicklung.
Gemeinsam handeln in der Flüchtlingskrise: Die Chemie-Sozialpartner setzen sich für beschleunigte Verfahren zur Anerkennung von Asylberechtigten ein. Denn: Für eine erfolgreiche Integration ist es notwendig, dass das Bleiberecht rechtssicher geklärt ist und die Menschen ihren Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen können.
Auf der Mitgliederversammlung der Chemie-Arbeitgeber in Deutschland am Freitag in Münster wurde der Vorstand neu gewählt. Margit Suckale wurde als Vorsitzende des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) bestätigt. Ebenfalls wieder dem BAVC-Vorstand gehört Markus Scheib an, der Vorsitzende des agvChemie Baden-Württemberg.
Der Beirat des Arbeitgeberverbandes Chemie (agvChemie) ist in Baden-Baden durch die Mitgliederversammlung neu gewählt worden. Er hat in seiner konstituierenden Sitzung den Vorstand neu gewählt - und Markus Scheib als Vorsitzenden im Amt bestätigt.