Die Sozialpartnerschaft in der chemischen Industrie ist lebendig: Das zeigte sich auf der diesjährigen Ausbildungstagung der Chemischen Industrie in Baden-Württemberg bei Roche Diagnostics in Mannheim.
Markus Scheib, der Vorstandsvorsitzende des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie), ist wiedergewählt. Der Geschäftsführer der Mineralölraffinerie Oberrhein, Karlsruhe, wurde vom Beirat des Verbandes im Anschluss an die Mitgliederversammlung einstimmig bestätigt.
Arbeitgeber und Gewerkschaften der chemischen Industrie haben heute einen Tarifabschluss erzielt: Vereinbart wurde eine Erhöhung der Entgelte ab Mai 2011 um 4,1 Prozent mit einer Laufzeit von 15 Monaten. Darin enthalten sind ein bis drei Leermonate. Zusätzlich wird die Nachwuchsinitiative "Start in den Beruf" weiter ausgebaut.
„Baden-Württemberg ist ein typisches Mittelstandsland – und das gilt auch für die Chemie“, begründete heute Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg e. V. (agvChemie), die Kampagne „Aufwachen IG BCE!“. Hier melden sich mittelständische Unternehmen mit Video-Statements an die Gewerkschaft zu Wort. Sie fordern „mehr Realismus und Schluss mit der Träumerei!“
„Die Forderung der Gewerkschaft schießt weit übers Ziel hinaus“, stellte Mark Hagmann, Vorsitzender der Tarifkommission und Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg e. V. (agvChemie) fest. Die erste Verhandlungsrunde über die Tarifentgelte in den 238 Unternehmen der chemischen Industrie im Land (etwa 70.000 Beschäftigte) fand am Montag in Karlsruhe statt.