Experimentieren, Messwerte erfassen, Stoffeigenschaften untersuchen und dabei naturwissenschaftliche Zusammenhänge erleben – das ist es, was einen lebendigen Chemie-Unterricht ausmacht. Am Hohenstaufen-Gymnasiums in Bad Wimpfen wird dies künftig deutlich besser möglich sein. Denn der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) fördert die Schule mit insgesamt 2.455 Euro für die Anschaffung neuer Geräte. Dazu gehören neue Brenner, Geräte zur Messwerterfassung und ein Viskosimeter, mit dem die Zähflüssigkeit von flüssigen oder gasförmigen Stoffen bestimmt werden kann.
Es ist bereits das dritte Mal, dass Fachlehrer und Antragsteller Dr. Klaus Bernhard erfolgreich eine FCI-Förderung für das Hohenstaufen-Gymnasium beantragt hat. Mit den vorangegangenen Förderungen (2019 und 2023) hat das Bad Wimpfener Gymnasium so mit insgesamt 7.155 Euro vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) profitiert. Die diesjährige Förderung nahmen Bernhard und sein Kollege Wolfgang Hafner am Rande des ChemieBW-Lehrerkongress in Nürtingen mit einer symbolischen Übergabe des „Chemie-Förderkolbens“, ein chemietypisches Glasgefäß, von VCI BW-Hauptgeschäftsführer André Olveira-Lenz entgegen.
Bei der Übergabe unterstrich VCI BW-Hauptgeschäftsführer André Olveira-Lenz den hohen Stellenwert der Qualität in der schulischen Bildung:
„Die naturwissenschaftliche Bildung ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Wer selbst experimentiert, begreift naturwissenschaftliche Zusammenhänge oft sehr viel besser und entwickelt dabei ein Interesse, das am Ende womöglich zu einer Ausbildung oder einem Studium in der Chemie führt. Unsere Branche ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen; sie sind das Fundament für Innovation und nachhaltiges Wachstum. Deshalb investieren wir aus voller Überzeugung in die schulische Bildung der kommenden Generation - und das schon seit 75 Jahren.“
Die Geräte, die das Hohenstaufen-Gymnasium mit der Fördersumme anschaffen wird, erleichtern nicht nur das praktische Experimentieren, sondern ermöglichen auch die Durchführung neuer Experimente, bei denen etwa die Viskosität von Flüssigkeiten oder Gasen untersucht werden kann. Chemielehrer Dr. Klaus Bernhand hatte die Unterstützung beantragt, um den Chemieunterricht praxisnäher zu gestalten und den Schülerinnen und Schülern mehr Möglichkeiten zum experimentellen Arbeiten zu geben.
Der FCI unterstützt allgemeinbildende Schulen mit Chemieunterricht regelmäßig bei der Anschaffung von Geräten, Modellen, Fachliteratur oder digitalen Lehrmitteln. Bis zu 2.500 Euro können Schulen im Rahmen des Förderprogramms alle zwei Jahre beantragen.
Zum Fonds der Chemischen Industrie
Als Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) unterstützt der FCI seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds zahlreiche Stipendien und fördert die akademische Chemieforschung in Deutschland.
Im Jahr 2001 hat der FCI die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit hilft die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten (https://www.vci.de/fonds/schulpartnerschaft).
In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt 43 Millionen Euro zur Förderung eines modernen Chemieunterrichts geflossen. Mit knapp der Hälfte (20 Millionen Euro) unterstützte die „Schulpartnerschaft“ den Chemie- und Sachkundeunterricht an mittlerweile rund 8.200 Schulen – von der Grundschule bis zu Gymnasien und Berufsschulen.
Darüber hinaus stellt der FCI Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen und Experimentiersets zur Verfügung. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren und Schüler.
