Kongress „Experimentieren in der Grundschule“

19.03.2018

Der diesjährige Kongress „Experimentieren in der Grundschule“ findet am 7. Juni 2018 findet im Bürgerhaus am Seepark in Freiburg statt. In einem Impulsvortrag wird Frau Prof. Dr. Astrid Rank von der Universität Regensburg auf die Bedeutung des experimentellen Unterrichts für die Sprachentwicklung eingehen. Darüber hinaus können die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer an insgesamt 17 Stationen umfangreiche praktische Erfahrungen zum Experimentieren im Unterricht sammeln. Die Angebote orientieren sich am Bildungsplan des Fachs Sachunterricht. 
 

Hier können Sie zur Veranstaltung


Vorträge

Sicheres Experimentieren in der Grundschule
Michael Sommer, Unfallkasse Baden-Württemberg, Karlsruhe

Impulsvertrag: Braucht Experimentieren Sprache?
Prof. Dr. Astrid Rank, Universität Regensburg


Experimentierstationen

An insgesamt 16 Stationen können die Kongressteilnehmer selbst experimentieren und zahlreiche Ideen für Ihren Unterricht sammeln.

Station 1: Wasser erleben

GDCh-Lehrerfortbildungzentrum, Pädagogischen Hochschule Karlsruhe

Im Laufe des Workshops werden lehrplankonforme Experimente zum Thema Wasser schülergerecht vorgestellt und selbstständig durchgeführt. 

Die Experimente, die die Lehrkräfte in Form eines Praktikums kennen lernen, machen natürlich auch Spaß, aber es handelt sich nicht um die Aneinanderreihung spektakulärer Schauversuche. Es sollen Einsichten entstehen, dass in Wasser gelöste Stoffe wie z. B Salz nicht „verschwunden“ sind und sogar wieder gewonnen werden können. In Kooperation mit der Carl-Hofer-Schule (Berufskolleg für Graphik-Design) wurden kindgerechte Arbeitsblätter zu den Experimenten entwickelt, die kostenlos ausgegeben werden.


Station 2: Der Stromkreislauf

GDCh-Lehrerfortbildungzentrum, Pädagogischen Hochschule Karlsruhe

Im Laufe des Workshops werden lehrplankonforme Experimente zum Thema Strom schülergerecht vorgestellt und selbstständig durchgeführt.

Die Experimente, die die Lehrkräfte in Form eines Praktikums kennen lernen, machen natürlich auch Spaß, aber es handelt sich nicht um die Aneinanderreihung spektakulärer Schauversuche. Es werden u. a. unterschiedliche Materialien auf ihre Leitfähigkeit untersucht und einfache Stromkreise mit Schalter gebaut.


Station 3: Stärkenachweis in Lebensmitteln

phaenovum junior

Stärke in Lebensmitteln wie beispielsweise Kartoffeln nachzuweisen ist kinderleicht. Hierfür sind lediglich haushaltsübliche Zutaten nötig.


Station 4: Feuer

Lehrerfortbildungszentrum Fehling-Lab, Universität Stuttgart

Schülerlabor und Lehrerfortbildungszentrum Fehling-Lab, Universität Stuttgart

Entsprechend des aktuellen Bildungsplans werden anhand kleiner, wenig aufwändiger Experimente die Themen „Kerze“, „Verbrennungsdreieck“ und „Löschen von Feuer“ selbst durchgeführt. Alle Versuche sind direkt im Unterricht einsetzbar, da sie von uns in Schulen und in unserem Schülerlabor vielfach erprobt wurden.

Station 5: Licht und Farbe

Helmholtz-Schülerlabor, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Nach dem Einstieg ins Thema in unserem CYMK-Farblabor tauchen Sie in diesem Workshop das Thema Farben noch in ein ganz anderes Licht. Erforschen Sie die Lichtfarben, beleuchten Sie dabei Ihre Vorerfahrungen und stellen Sie sich dem gelben Schatten. 

Gerade die Mischung von Lichtfarben bietet Kindern viele Überraschungen, da Bekanntes zum Farbenmischen hier nicht gilt und Kinder das Thema wirklich frei erforschen können.



Station 6: Sprudelgas

Helmholtz-Schülerlabor, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

In unserem Alltag finden sich fast überall chemische Stoffe, deren Eigenschaften mit Kindern leicht erkundet werden können. Neben dem Sprudelgas finden sich in noch viele weitere chemische Stoffe. Anhand von geheimnisvollen weißen Pulvern, die zu analysieren sind, bekommen Sie einen Einblick wie man chemisch-analytisch mit Kindern arbeiten kann.


Station 7: Wetter

"wo wissen wächst" Verein zur Förderung der frühkindlichen Bildung und der Didaktik des Übergangs e.V.

Der Verein „ wo wissen wächst“ e.V. bietet seit Jahren Projekte zur frühkindlichen Bildung und zur Didaktik des Übergangs an.

Ziel dabei ist es, Kindergartenkinder und Grundschülerinnen und Grundschüler an die Naturwissenschaften, die Technik und das Handwerk heranzuführen. In Zeiten steigenden Fachkräftemangels veranstaltet der Verein – neben vielen anderen Projekten – seit Jahren im Frühjahr die „Forschertage“ in Bad Krozingen und im Herbst die „Tage des Wissens für kleine Forscher“ in Freiburg. Bei diesen Veranstaltungen können Erzieherinnen und Lehrkräfte mit ihren Kindern in zahlreichen Workshops die Faszination der Naturwissenschaften entdecken und unter fachkundiger Anleitung experimentieren. Dabei setzt der Verein auf das Schüler-Tutoren-Prinzip. Lehrkräfte der weiterführenden Schulen erfahren von uns, wie Kooperationen zwischen älteren Schülerinnen und Schüler und kleinen Forscherinnen und Forschern aus Kindergarten und Grundschule initiiert und umgesetzt werden können. An unserem Stand bekommen Sie Anregungen, Ideen und praktische Hinweise zum gemeinsamen Lernen von Groß und Klein.


Station 8: Orientierung am Sternenhimmel

Haus der Astronomie, Heidelberg

Was hat der faszinierende Sternenhimmel mit seinen Sternbildern mit „Orientierung im Raum“ und „Zeit und Wandel“ (Bildungsplan Sachunterricht 2016) zu tun? In diesem Workshop finden Sie es heraus: wir werden die Erde in einem selbstgebauten Modell aus zwei Perspektiven ein Jahr lang begleiten und am Ende eine Sternenkarte herstellen, mit der Sie und Ihre Schüler vorhersagen können, welche Sternbilder wann und wo am Himmel stehen. Das Modell und die Sternkarte inklusive der Kopiervorlagen können Sie für den Einsatz im Unterricht mit nach Hause nehmen.


Station 9: Sonne, Wind und Wasser - Modelle und Experimente zur Wirkungsweise erneuerbarer Energien

Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GS), Lörrach

In diesem Workshop erproben die Teilnehmer*innen, wie im Unterricht die Nutzung erneuerbarer Energien mit den Schüler*innen auf praktische Weise erarbeitet und dargestellt werden kann. Dabei werden Ideen zur kreativen Verwendung von Alltagsmaterialien beim Bau selbstentwickelter Modelle vermittelt.


Station 10: Natürliche und künstliche Abwasserreinigung

Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GS), Lörrach

Dieser Workshop stellt ausgewählte Verfahren zur Reinigung von Wasser vor, die der Wirkungsweise der Abwasserreinigung in der Natur und in Kläranlagen entsprechen. Durch die handelnde Auseinandersetzung und den Vergleich der Ergebnisse im Unterricht werden bei den Schüler*innen erste Modellvorstellungen für anschlussfähige Konzepte aufgebaut und es findet eine Sensibilisierung hinsichtlich eines bewussten Umgangs mit Wasser statt.


Station 11: Wasserkreislauf

Pädagogische Hochschule Freiburg

Der Workshop bietet Anregungen zum Wasserkreislauf, der Trinkwasserausbereitung und zur Kläranlage.


Station 12: Der Werkzeugführerschein im Sachunterricht

Pädagogisches Fachseminar Kirchheim unter Teck

Der fach- und sicherheitsgerechte Umgang mit Werkzeugen ist im Sachunterricht von großer Bedeutung. An unterschiedlichen Werkstücken wird die Einführung der verschiedenen Werkzeuge (Säge, Feile, Raspel, Bohrer) aufgezeigt. Die Teilnehmer/innen können, passend zu den verschiedenen Klassenstufen, ein Werkstück anfertigen.


Station 13: Brücken - Erfinden und Konstruieren

Förderverein Science & Technologie e.V., Teningen

Welche unterschiedlichen Brückenkonstruktionen gibt es? Welche Materialien eignen sich und wieviel trägt die Brücke?  Mit verschiedenen Materialien, wie Papier, Holz und Zement kann man ohne weiteres Werkzeug selber Brücken konstruieren. Durch das eigene Tüfteln werden die Konzentration und die Kreativität der Kinder gefördert und das Verständnis für technische Funktionen und Zusammenhänge entwickelt.


Station 14: „Bärenstark durch Hebelwirkung“ - Hebel und ihre Wirkungen begreifen

Schülerforschungszentrum Bad Saulgau (SFZ)

Hebel im Bezug zum Bildungsplan 2016

Kraft und Wirkung – beides lässt sich wunderbar am Prinzip des ‚Hebels‘ nachvollziehen. Dieses Projekt zeigt, wie Kinder der Grundschule die sonst eher abstrakten Begriffe mit einfachen Mitteln und Versuchen über forschend entdeckendes Lernen im wahrsten Sinne des Wortes begreifen: An verschiedenen Stationen, an denen die Kinder etwa einen Nagel aus einem Brett entfernen, eine Flasche öffnen oder eine Nuss knacken sollen, untersuchen sie anhand von verschiedenem Werkzeug das Hebelprinzip und erarbeiten sich dabei ein Verständnis für die Begriffe ‚Drehpunkt‘ und ‚Hebelarm‘. Ein Transfer der gewonnenen Erkenntnis findet dann bei der Umsetzung in Wippe und Mobile statt. Motivierend für Kinder und Kollegen ist die Tatsache, dass hier ausschließlich mit Alltagsmaterialien gearbeitet wird.

Schülerforschungszentrum SFZ® Bad Saulgau, Baden-Württemberg, www.sfz-bw.de

Dieses Projekt wurde beim europäischen Science on Stage Festival 2017 in Debrecen/Ungarn mit dem europäischen Preis für den besten MINT Unterricht in der Kategorie „Wissenschaft für die Jüngsten“ ausgezeichnet.


Station 15: Klein aber oho! Die Assel ein faszinierendes Lebewesen

Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GS) Heilbronn

Welche Vorerfahrungen, welches Vorwissen und welche Vorstellungen bringen Kinder von diesen eher unscheinbaren Tieren mit? In diesem Workshop werden, anknüpfend an die Vorstellungen der Kinder, der Körperbau und die Angepasstheit der Assel an ihren Lebensraum erforscht sowie ihre Bedeutung im Bodenkreislauf und der artgerechte und verantwortliche Umgang mit den Tieren auf kindgemäße Art und Weise erarbeitet.


Station 16: Luft ist nicht Nichts!

Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GS) Heilbronn

Luft kennt jedes Kind. Wir alle könnten keine Minute ohne sie leben. Doch was ist Luft eigentlich? Man sieht sie nicht, man riecht und schmeckt sie nicht. Durch verschiedene Phänomenkreise soll erforscht werden, dass Luft dennoch nicht Nichts ist, dass sie Platz braucht und sich ausdehnen und zusammenziehen kann.


Station 17: Luft ist mehr als nichts!

Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH

Sie ist unsichtbar und man spürt sie eigentlich nur, wenn sie sich bewegt: die Luft. Doch von ihrem unauffälligen Auftreten auf ihre Kraft zu schließen, wäre ein großer Fehler. Probieren Sie mit uns aus, wie viel Kraft in ihr steckt und mit welchen Tricks man ihr Auftrieb geben und sie in die richtigen Bahnen lenken kann. Entdecken Sie mit uns luftige Phänomene des Alltags auf neue Art und Weise.