Nachwuchssicherung in der chemischen Industrie / Unternehmen erhält Urkunde / Die Uzin Utz-Ausbildung ist „ausgezeichnet“

13.05.2011

Ulm, 13. Mai 2011. „Wir wissen, dass eine Ausbildung in der chemischen Industrie anspruchsvoll ist. Nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die Unternehmen. Und das verdient Anerkennung“, sagte Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie). Mayer zeichnete am Freitag den Ulmer Bauchemie-Hersteller Uzin Utz AG für besondere Leistungen in der betrieblichen Ausbildung aus. Thomas Müllerschön, Vorstand für
Vertrieb & Finanzen, stellte fest: „Wir möchten auch in den kommenden Jahren unsere Ausbildungsbemühungen fortsetzen, um so jungen Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben. Gleichzeitig bietet die eigene Ausbildung immer die Chance, sehr gutes Fachpersonal selbst zu entwickeln und auf die kommenden Aufgaben im eigenen Unternehmen vorzubereiten.“

Die Ausbildungsquote von mehr als sechs Prozent sei herausragend, so Mayer. Er freue sich, wenn Unternehmen so ihre Zukunftsorientierung zeigen. Für die chemische Industrie als besonders innovative Branche sei die Nachwuchsförderung überaus wichtig. Mayer betonte, der agvChemie sei den Unternehmen dankbar: „Baden-Württemberg ist ein wichtiger Chemiestandort – mit vielfältigen Produktionen und Produkten. Junge Menschen tragen hier viel dazu bei, dass die guten Arbeitsplätze in diesen Unternehmen auch in den kommenden Jahren qualifiziert besetzt sind.“.

Der agvChemie verleiht die Urkunde „Ausbildendes Unternehmen der chemischen Industrie – für besondere Ausbildungsleistungen“ jährlich. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die sich besonders nachhaltig und intensiv um den Nachwuchs verdient machen.

Zur Ausbildung in der chemischen Industrie im Land

Die Chemie-Unternehmen in Baden-Württemberg werden in diesem Jahr voraussichtlich 1.000 neue Ausbildungsplätze anbieten. 18,3 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze sind duale Studiengänge. Das Ausbildungsplatzangebot 2011 wird damit um drei bis vier Prozent gesteigert. Insgesamt bilden die baden-württembergischen Chemie-Unternehmen derzeit rund 3.000 junge Menschen aus. Die am stärksten besetzten Berufe sind die Chemikanten, Industriekaufleute und Chemielaboranten. Die Studenten an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg stellen mit 500 Jugendlichen eine weitere große Gruppe.

Die allgemeine Ausbildungsquote liegt 2011 bei 4,5 Prozent, 2002 lag sie noch bei 3,7 Prozent.

Ausbildung bei der Uzin Utz AG

Derzeit bildet die Uzin Utz AG 24 junge Menschen zu Chemikanten, Industriekaufleuten oder Fachkräften für Lagerlogistik aus bzw. ermöglicht ein duales Studium mit den Abschlüssen Bachelor of Arts oder Bachelor of Engineering. Auch im kommenden Ausbildungsjahr wird das Unternehmen zehn neue Auszubildende einstellen.

Während ihrer Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden verschiedene Fachabteilungen und erhalten dadurch ein umfassendes Bild des Unternehmens und dessen Tätigkeitsfelder. Wobei von Anfang an darauf geachtet wird, dass jeder Einzelne frühzeitig Verantwortung übernimmt und Eigeninitiative ergreift. Bestes Beispiel hierfür ist Juzinior, das eigene kleine Unternehmen der Auszubildenden. Hier heißt es eigenständig Aktionen zu planen und die Mitarbeiter mit Snacks und Süßigkeiten zu versorgen – Einkauf, Buchhaltung, Verkauf und Marketing inklusive.
Vielen Auszubildenden bietet die AG nach einem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung eine verantwortungsvolle Tätigkeit in einem der Konzernunternehmen an. So haben 25 Prozent aller Mitarbeiter des Unternehmens eine Ausbildung bei Uzin Utz absolviert und nehmen zum Teil auch Führungspositionen ein.

Zum agvChemie

In Baden-Württemberg sind 236 Unternehmen im Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie) organisiert. Sie haben knapp 70.000 Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt ist hier der Mittelstand: 90 Prozent der Chemie-Unternehmen haben weniger als 500 Beschäftigte.

 

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