Mehr experimentelles Arbeiten an der Realschule Güglingen

05.02.2019

Güglingen, 5. Februar 2019. Bei welcher Temperatur verdampft eine Flüssigkeit? Wie lässt sich Salz in Wasser lösen und anschließend wieder sichtbar machen? Solche Fragen lassen sich am besten mit Experimenten beantworten, denn dann verstehen Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Zusammenhänge besser. An der Realschule Güglingen können die Schüler das jetzt: Mit Unterstützung des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) kann für 1.500 Euro zusätzliche Ausstattung für Versuche angeschafft werden. Mit der Förderung investiert die Schule in Thermometer und Sensoren zur Messwerterfassung. Einen symbolischen Förderscheck übergab Jeanette Störmer-Häußler, beim FCI zuständig für Unterrichtsförderung, an Schulleiter Klaus Pfeil und Chemielehrerin Christine Prüher.

Störmer-Häußler ist überzeugt, dass mit vielen praktischen Erlebnissen die Freude am Entdecken bei Kindern optimal gefördert wird: „In den Unternehmen der chemischen Industrie brauchen wir Schulabgänger, die sich für die Naturwissenschaften interessieren. Wenn die Schülerinnen und Schüler Dinge selbst ausprobieren können, verstehen sie die Zusammenhänge besser. Darum unterstützen wir den experimentellen Unterricht sehr gerne“. An der Realschule Güglingen mit ihren vielen kreativen und innovativen Projekten sei die Förderung genau an der richtigen Stelle, so Störmer-Häußler. Der FCI hat die Realschule Güglingen auch in den vergangenen Jahren unterstützt. Insgesamt wurden dort 2.850 Euro in den naturwissenschaftlichen Unterricht investiert.

Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle.

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland.

Im Jahr 2001 hat er die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten.

In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an über 5000 Schulen. Mit diesem Geld konnten die Lehrer und Lehrerinnen Geräte und Chemikalien für Experimente kaufen.

Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen wie Experimente für Grundschulen und Antibiotika wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.