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Lithium-Ionen-Akku: Fonds der Chemischen Industrie fördert den Chemie-Bereich der PH Freiburg

27.10.2011

Freiburg – 27. Oktober 2011. Lehrer und Schüler sollen modernste Technik kennenlernen – und verstehen. Das ist ein Ziel des Projektes „Lithium-Ionen-Akkumulatoren“, das Professor Dr. Marco Oetken zusammen mit seinem Doktoranden Martin Hasselmann verwirklicht hat. Sie haben an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Bereich Chemie einen Lithium-Ionen-Akku entwickelt. Das ist der Typ Energiespeicher, der heute allgegenwärtig in Mobiltelefonen und Elektro-Autos ist. Der neuentwickelte Akku ist – im Gegensatz zu den industriell hergestellten - einfach aufgebaut und kann in Hochschulen und im Chemie-Unterricht an Schulen eingesetzt werden. Weiterführende Forschungen für dieses Projekt unterstützt nun der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) mit 8.000 Euro.

„Der Chemie-Unterricht muss auf der Höhe der Zeit sein“, begründet Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg die Förderung. Er übergab am Donnerstag einen symbolischen Förderscheck an Oetken und Hasselmann. „Die Speicherung von Energie ist eine wesentliche Voraussetzung für die Nutzung regenerativer Energiequellen. Da ist das Verständnis der derzeit effektivsten Form der Stromspeicherung ein wichtiger Baustein, damit junge Menschen zu neuen Forschern werden“, so Mayer.

Der sehr leistungsfähige Akku wurde im Rahmen einer Examensarbeit entwickelt. Er kann mit Mitteln, die auch im Chemieunterricht verwendet werden, nachgebaut werden. Das Projekt wird von Fachleuten als Durchbruch angesehen: Erstmals kann so das hochaktuelle Thema Lithium-Ionen-Akkus in der Hochschulausbildung und dann auch im Schulunterricht behandelt werden. Oetken und sein Mitarbeiter werden unter anderem Vorlagen für den Chemie-Unterricht erstellen. "Wir haben so die Tür der Schulen und Hochschulen für dieses zukunftsweisende Themenfeld aufgestoßen - jetzt müssen und werden wir weitergehen", so Chemie-Professor Oetken.

Zum Fonds der Chemischen Industrie (FCI)

Der FCI ist die Fördereinrichtung des Verbandes der Chemischen Industrie e.V., Frankfurt. Gefördert werden Projekte an Hochschulen und allgemeinbildenden Schulen.

Für die Qualität der Hochschulausbildung in der Chemie und angrenzenden Studiengängen ist die Lehre von großer Bedeutung. Im Zusammenhang mit dem Aufbau moderner und attraktiver Bachelor- und Master-Studiengänge stehen die Hochschulen hier vor besonderen Herausforderungen. Chemische Modellprojekte werden durch den Fonds mit Sachkostenzuschüssen gefördert.

Im Rahmen des Schulförderprogramms „Schulpartnerschaft Chemie“ unterstützt der Fonds bundesweit den experimentellen Chemieunterricht an Schulen mit einem Bündel unterschiedlicher Maßnahmen. Dafür stellt er in den Jahren 2010 bis 2012 insgesamt 6,6 Millionen Euro zur Verfügung. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch (http://fonds.vci.de).