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Chemiefonds fördert die Lehre an der Universität Konstanz l 15.000 Euro für mehr Digitalisierung in der Lehrerausbildung

13.11.2020

Baden-Baden/Konstanz, 13. November 2020. An der Universität Konstanz können angehende Lehrerinnen und Lehrer im Fach Chemie jetzt noch besser modernste Techniken kennenlernen und nutzen: 15.000 Euro erhält Prof. Dr. Johannes Huwer, Professor für Fachdidaktik der Naturwissenschaften, vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI). Damit wird die Entwicklung digitaler Werkzeuge für die Lehrerausbildung unterstützt. Die Förderung wurde online an ihn übergeben von Chemie.BW – den Verbänden der Chemie- und Pharmaindustrie Baden-Württemberg.

Dabei erläuterte Huwer, dass er mit der Fördersumme unter anderem mobile Messsensoren, Tablets oder Multitouch-Learningbooks anschaffen wird.

Die neuen Geräte kommen auch im Schülerlabor der Universität Konstanz zum Einsatz. „Unsere Lehrveranstaltungen haben eine starke medienfachdidaktische Ausrichtung. Die Studenten lernen digitale Unterrichtsmaterialien selbst zu erstellen. Diese können sie dann in einer Schülergruppe im Schülerlabor einsetzen. Die Studierenden lernen somit Theorie und Praxis. Das ist uns sehr wichtig“, erklärte Huwer. Im Schülerlabor in Konstanz finden sogenannte Microteaching-Workshops mit bis zu sechs teilnehmenden Schülern statt. Lehramtsstudierende werden so in ihrer Kreativität gefördert und im Umgang mit innovativen Konzepten trainiert. Die Schüler profitierten von einer intensiven Betreuung und dem Lernen mit neuesten Materialien, so Huwer.

Die Konstanzer Förderung war Teil eines Sonderprogramms des FCI. Dabei wurden knapp 200.000 Euro insgesamt 16 Lehr­projekte für Lehramts-Studiengänge Chemie an 14 Universitäten, Hochschulen und Studienseminaren unterstützt. Die Themen Digitalisierung im Unterricht, Automatisierung oder Messwerterfassung (Industrie 4.0), werden so noch stärker während des Studiums der Pädagogen berücksichtigt.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) unterstützt der FCI seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds zahlreiche Stipendien und fördert die akademische Chemieforschung in Deutschland.

Im Jahr 2001 hat der FCI die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten.

In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an mehr als fünftausend Schulen.

Darüber hinaus stellt der FCI Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen und Experimentiersets zur Verfügung. Außerdem  vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren und Schüler (http://fonds.vci.de).