1.500 Euro vom Chemie-Fonds: Eine Brennstoffzelle für die Schüler der Realschule Triberg

07.02.2019

Triberg, 7. Februar 2019. Wenn Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlichen Unterricht selbst experimentieren, lernen sie besser. Sie erinnern sich lange an „Ausprobiertes“ – und können das Wissen besser anwenden. An der Realschule Triberg haben die Schüler in Zukunft mehr Möglichkeiten eigenständige Versuche durchführen: die Schule erhält vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) 1.500 Euro. Finanziert werden damit Brenner, Schutzbrillen und eine Brennstoffzelle. Schulleiter Waldfried Sandmann und Chemielehrer Thomas Hesenhindl nahmen bei der symbolischen Übergabe der Summe den „Chemie-Förderkolben“ entgegen. Das chemietypische Gefäß übergab Tobias Pacher, der bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg den Dialog Schule-Chemie leitet. 

Für Tobias Pacher ist praktisches Arbeiten im Chemie-Unterricht besonders wichtig: „Wer selbst Versuche macht, versteht einfach besser und lernt motivierter. Und für die Branche ist es wichtig, engagierte Nachwuchskräfte zu finden“. Für die Chemie-Verbände sei eine gute Grundausstattung im naturwissenschaftlichen Unterricht eine notwendige Grundvoraussetzung dafür. An der Realschule Triberg sei die Förderung genau an der richtigen Stelle, so Pacher. Die zahlreichen Projekte an der Schule und deren Engagement in der Berufsorientierung zeigten, dass dort hervorragende Arbeit geleistet werde.

Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle. 
Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland. 

Im Jahr 2001 hat er die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten. 
In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an über 5000 Schulen. Mit diesem Geld konnten die Lehrer und Lehrerinnen Geräte und Chemikalien für Experimente kaufen. 

Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen wie Experimente für Grundschulen und Antibiotika wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.