Pharma

Auch nach der "Europäischen Impfwoche" gilt: „Vorbeugen, Schützen, Impfen“

29.04.2020

Anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 20. bis zum 26. April hat die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hingewiesen, wie wichtig Impfungen für die Verhütung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben ist. Das Motto „Vorbeugen, Schützen, Impfen“ soll die Bevölkerung für die Bedeutung von Impfungen sensibilisieren, Ziel der Kampagne in diesem Jahr war wieder, höhere Impfraten zu erreichen.

Der Wert von Impfungen geht laut der WHO weit über die Gesundheit hinaus: sie schützen nicht nur das Individuum, sondern leisten einen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit. Und die Impfung kann noch mehr: Auch die Wirtschaft profitiert. Ein „gesundes Leben“ bedeutet letztendlich nicht nur „ohne Krankheit sein“, sondern bezieht sich auch auf eine „gesunde“ Wirtschaft und Gesamtgesellschaft.

Impfungen schützen chronisch Erkrankte

Impfungen dienen nicht ausschließlich dem eigenen Schutz – das zeigt ein Blick auf die Influenzaimpfung: Geimpfte Menschen, die andere nicht anstecken, schützen mit einer Grippeimpfung indirekt Patienten, die mit chronischen Erkrankungen zu kämpfen haben. Der Idealzustand: Herdenimmunität. Diese kann nur dann entstehen, wenn die Bevölkerung großflächig geschützt ist. Wer sich impfen lässt, schützt auch Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Eine Metaanalyse, bei der die Daten von fast 7.000 Patienten ausgewertet wurden, hat gezeigt: Eine Influenzaimpfung reduziert das Risiko eines Schlaganfalls nach Atemwegserkrankungen um 24 Prozent, das Auftreten eines Herzinfarktes um 50 Prozent und die Sterblichkeit unter Diabetikern um 28 Prozent. Fazit: Die Grippeimpfung tut viel mehr als nur vor Influenzaviren zu schützen.

Die Europäische Impfwoche fand erstmals 2005 in einer kleinen Zahl von Ländern statt. Ihr Ziel war eine Erhöhung der Durchimpfung durch Sensibilisierung für das Bedürfnis und Recht eines jeden Kindes auf Schutz vor impfpräventablen Krankheiten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite der Who oder auf dem Onlineportal des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI).