Jugend forscht: Mit einem umweltfreundlichen Akkumulator zum Landessieg in Chemie

26.03.2018

Die Jungforscher hatten die Idee, die chemischen Eigenschaften von Berliner Blau für einen billigen, einfach herzustellenden und umweltfreundlichen Akkumulator zu nutzen. Mit ihrer Erfindung holten sich Akane Fukamachi vom Heinrich Suso Gymnasium und Max Wiedmaier von der Geschwister-Scholl-Schule aus Konstanz den Landessieg des Jugend forscht-Wettbewerbs in Baden-Württemberg. Die beiden haben sich in Stuttgart damit für den 53. Bundeswettbewerb qualifiziert. 

Den Schülern ist es gelungen, einen Akkumulator aus einer Berliner-Blau-Graphit-Halbzelle und einer Zinkhalbzelle herzustellen und zu charakterisieren. Der Akkumulator lässt sich mehrmals laden, ist klein, mobil und kann aus wenigen, ungefährlichen Materialien hergestellt werden. "Dieses Akkusystem hat noch enorm viel Potenzial und wird sich in der Zukunft sicherlich mit anderen Produkten messen können, wenn nicht sogar diese in vielen Eigenschaften übertreffen", berichteten die beiden Landessieger über ihre Entwicklung.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) unterstützt Deutschlands bekanntesten Nachwuchswettbewerb durch die Übernahme der Preise im Fachgebiet Chemie sowie drei Sonderpreise. Diese werden für die Bereiche Biotechnologie und chemische Nanotechnologie sowie für eine Arbeit mit großer Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung in der Chemie vergeben. Mit der Stiftung der Chemiepreise auch für die Regional- und Landeswettbewerbe gehört der Fonds zu den Haupt-Förderern von Jugend forscht.