Chemische Industrie verleiht Auszeichnung „Dialog Schule – Chemie“ an jugend-forscht-Organisatoren / Informieren, Mitmachen und Netzwerken: Chemie-Lehrerkongress für 250 Pädagogen

23.11.2017

Bruchsal, 23. November 2017. Wie Schüler Tablets und Notebooks im Unterricht einsetzen können, welche spannenden Berufe sie in der chemischen Industrie lernen können – und mit welchen neuen Kunststoffen sie in Zukunft arbeiten werden: Das alles waren Themen auf dem Lehrerkongress der Chemie am Donnerstag in Bruchsal. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg informierten sich einen Tag lang über aktuelle Entwicklungen. Die Pädagogen diskutierten zum Beispiel über neue Energiesysteme oder lernten spannende Schülerversuche zu Leuchteffekten kennen.

Volker Schebesta, Staatssekretär im baden-württembergischen Kultusministerium, unterstrich die Bedeutung einer guten naturwissenschaftlichen Bildung in seinem Grußwort: „Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer zu stärken ist eine wichtige Priorität der Landesregierung. Dies zeigt sich beispielsweise bei der aktuellen Neuausrichtung der gymnasialen Oberstufe. Zusammen mit der Stärkung der beruflichen Orientierung in den Bildungsplänen für alle weiterführenden Schularten erwerben die Schülerinnen und Schüler nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern erhalten auch praktische Einblicke in spannende und verantwortungsvolle Berufsfelder. So erleben sie auch, welche Chancen und Möglichkeiten sich hinter dem Schulfach Chemie verbergen – und das sind einige!“

Er zeichnete zwei engagierte Pädagogen mit dem Preis „Experimentieren – Begeistern – Vernetzen“ aus: Manfred Brenner und Dr. Marianne Rädle. Beide habe sich langjährig in der Organisation des Wettbewerbs „Jugend forscht“ verdient gemacht. Brenner und Dr. Rädle leiten den Wettbewerb in Baden-Württemberg seit mehr als acht Jahren und machen sich in vielfacher Weise für die Naturwissenschaften stark.

Für die chemische Industrie sprach Peter Dettelmann, Vorsitzender des Verbandes der Chemischen Industrie in Baden-Württemberg. Er ging besonders auf den seit einem Jahr geltenden neuen Bildungsplan ein. Er unterstrich die Einschätzung von Staatssekretär Schebesta, dass damit die Naturwissenschaften gestärkt wurden. Allerdings sieht Dettelmann Handlungsbedarf bei der Versorgung mit Fachlehrern, gerade in der Chemie. Hier sind zahlreiche fachfremd unterrichtende Lehrerinnen und Lehrer im Einsatz. „Sie sind hoch engagiert. Und wir würden dieses Engagement gerne, auch durch Weiterbildungen gemeinsam mit dem Kultusministerium, unterstützen,“ so Dettelmann. Dann könne auch die wichtige praktische Arbeit im Unterricht gesichert werden.

Die Chemie-Verbände Baden-Württemberg laden jedes Jahr zum Lehrerkongress der chemischen Industrie ein. Das Ziel der Veranstaltung im Rahmen des „Dialog Schule – Chemie“ ist, über die Pädagogen das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Naturwissenschaften zu wecken. Zudem stellt die Branche, die derzeit in ihren 450 Unternehmen im Land 3.500 junge Menschen ausbildet, die Berufschancen in den meist mittelständischen Ausbildungsbetrieben dar.

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