Karriere: Duale Ausbildung oder Studium?

08.02.2018

Die stark gestiegene Zahl der Studienberechtigten bewirkt, dass sich mittlerweile auch die Zahl der Studienanfänger verdoppelt hat. Dass ein Studium nicht immer die optimale Wahl ist, beweist jedoch der hohe Anteil von Studienabbrechern: Fast ein Drittel bricht das Studium vorzeitig ab. Die Auswertungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigen: Neben persönlichen Interessen beeinflusst auch das soziale Umfeld die Abiturienten in ihrer Wahl. Dabei kommt es auch auf den schulischen Abschluss der Eltern an. Der spätere Nutzen des gewählten Bildungsweges spielt ebenfalls eine zentrale Rolle: Wer sich für ein Studium entscheidet, geht von geringerer Bezahlung und weniger Ansehen nach der dualen Ausbildung aus.

Mangelndes Berufsinformationsangebot

Die Befragung zum Informationsangebot an den Schulen offenbart, dass die Entscheidung für das Studium und gegen die duale Ausbildung häufig aufgrund des mangelnden Berufsinformationsangebotes getroffen wird. Hier sind die Kultusministerien in der Pflicht, praxisnahe Informationsangebote und eine ausgewogene Darstellung der Karrieremöglichkeiten an den weiterführenden Schulen zu verankern. 

Zugleich sind auch die Unternehmen gefragt, die Vorteile der dualen Ausbildung zu verdeutlichen. Diese liegen bei den sehr guten Chancen auf Übernahme durch den Betrieb, den Verdienstmöglichkeiten während der Ausbildung und der Möglichkeit, schon früh Berufserfahrung zu sammeln.

Linktipp

Die vollständigen Auswertungen der Studie finden Sie auf der Website des IW Köln www.iwkoeln.de. Ein attraktives Angebot zur Berufsorientierung mit Informationen zu den Ausbildungsberufen der Chemie-Branche finden Schüler, Eltern und Lehrer unter www.elementare-vielfalt.de - eine Kampagne der Chemie-Arbeitgeberverbände.