Ausblick zum Weltfrauentag: Ein Drittel der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland von Frauen geführt / Frauenquote in der Chemie im Land spitze

07.03.2019

Am 8. März ist Weltfrauentag. Aus diesem Anlass nimmt auch die Chemie- und Pharma-Branche die berufliche Gleichstellung von Frauen näher unter die Lupe. Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) kommt dabei zu folgendem Schluss: "Die Pharmaindustrie hat viel für die Chancengleichheit getan. Das zahlt sich aus: Das Geschlechterverhältnis in der Belegschaft ist inzwischen fast ausgeglichen und Frauen bekleiden immer mehr Führungspositionen. So wird mittlerweile jedes dritte forschende Pharma-Unternehmen, das vfa-Mitglied ist, in Deutschland von einer Frau geführt. Für Frauen mit Interesse am Gesundheitswesen, die in Positionen mit hoher Verantwortung aufsteigen wollen, ist daher die Branche der forschenden Pharma-Unternehmen eine interessante Option."

Frauenanteil in den Belegschaften der Chemie- und Pharmaindustrie

In Baden-Württemberg lag 2017 der Frauenanteil der Tarifbeschäftigten in der Chemischen Industrie in allen Entgeltgruppen höher als im bundesweiten Vergleich. So betrug die Frauenquote in den höheren Entgeltgruppen bereits 46,3 Prozent im Vergleich zum Bundesgebiet mit 40 Prozent. Auch bei den unteren Entgeltgruppen für Facharbeiter und ausgebildete Angestellte lag die Quote im Südwesten mit 38,8 Prozent deutlich höher als mit 28 Prozent im Bundesgebiet.

In der Pharmaindustrie insgesamt sind 42 Prozent der Vollzeitbeschäftigten weiblich. Im verarbeitenden Gewerbe, in Fahrzeug und Maschinenbau dagegen liegen die Anteile bei zwischen 12 und 19 Prozent. In anderen Spitzentechnologie-Branchen sind Frauen mit Vollzeitbeschäftigung bundesweit mit 25 Prozent vertreten.