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Mehr Experimente in der Elektrochemie: 1.500 Euro für die Realschule am Giersberg

22.10.2019

Kirchzarten, 22. Oktober 2019. Für einen anschaulichen und spannenden Chemie-Unterricht eignen sich Experimente ausgezeichnet. Denn damit können Schüler naturwissenschaftliche Phänomene besser nachvollziehen und leichter Schulstoff lernen. Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) unterstützt den praktischen Chemie-Unterricht an der Realschule am Giersberg mit 1.500 Euro. Schulleiter Ulrich Denzel und der ehemalige Referendar Dr. Dominik Quarthal nahmen bei der symbolischen Übergabe den „Chemie-Förderkolben“, ein chemietypisches Gefäß, von Tobias Pacher, bei den Chemie-Verbänden zuständig für den Dialog Schule - Chemie, entgegen. Verwendet wird das Geld für die Anschaffung von Chemikalien und Materialien für die Elektrochemie.

Dass Experimente im naturwissenschaftlichen Unterricht mehr als nur Grundlagen vermitteln, sondern das wissenschaftliche Verstehen und das Interesse an der Chemie fördern, unterstrich Tobias Pacher bei der Übergabe. „Naturwissenschaften sind die Basis für das gute Leben, das wir heute haben. Wir brauchen Jugendliche, die neugierig mit Chemie, Biologie und Physik die Welt erkunden: Sie sind der Nachwuchs, ohne den wir die Zukunft nicht gewinnen können!“. An der Realschule am Giersberg sei die Förderung genau an der richtigen Stelle. Denn die Schule leiste mit ihren naturwissenschaftlichen Projekten hervorragende Arbeit, so Pacher.

Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle.

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland.  

Im Jahr 2001 hat er die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten.

In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an über 5000 Schulen. Mit diesem Geld konnten die Lehrer und Lehrerinnen Geräte und Chemikalien für Experimente kaufen.

Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen wie Experimente für Grundschulen und Antibiotika wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.