Chemie-Fonds unterstützt das Max-Planck-Gymnasium in Karlsruhe / Modernes Messinstrument angeschafft

13.12.2017

Karlsruhe, 13. Dezember 2017. Was sagt die Lichtdurchlässigkeit von Stoffen für ihre chemischen Eigenschaften aus? Wie kann die Konzentration von Stoffen in einer Flüssigkeit bestimmt werden? Eigenständige Versuche im Unterricht erleichtern Schülern das Verstehen naturwissenschaftlicher Phänomene, denn durch das Experimentieren können sie das Gelernte besser nachvollziehen. Am Max-Planck-Gymnasium kann dieser aktive Unterricht jetzt ausgebaut werden: es erhält vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) 2.500 Euro. Mit der Summe werden unter anderem Fotometer und Experimentiersets zur Redoxchemie finanziert. Schulleiter Uwe Müller und Fachlehrer Frank Hönig nahmen bei der symbolischen Übergabe des Geldes den „Chemie-Förderkolben“ entgegen. Das chemietypische Gefäß übergab Tobias Pacher, der bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg den Dialog Schule-Chemie leitet.

Die Förderung durch den Fonds unterstreiche, wie gut und nachhaltig die Arbeit an der Schule sei, unterstrich Tobias Pacher bei der Übergabe. „Am Max-Planck-Gymnasium ist die Förderung genau an der richtigen Stelle. Denn die Schule leistet mit ihren zahlreichen Arbeitsgemeinschaften, Wettbewerbsteilnahmen und Maßnahmen zur besseren Berufsorientierung hervorragende Arbeit“. Es liege im Interesse der Branche, den naturwissenschaftlichen Unterricht zu stärken und damit die beruflichen Perspektiven der Schüler zu erweitern, erklärte Pacher. Fachlehrer können einen Antrag auf Förderung durch den Fonds stellen: Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten.

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland. Durch das Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ werden seit 2013 rund 7,5 Millionen Euro für den Chemieunterricht an allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung gestellt.

In dieses Programm sind seit 2001 insgesamt mehr als 23 Millionen Euro zur Förderung des Unterrichts geflossen. Davon wurden rund 10,7 Millionen Euro an über 3.400 Schulen in Deutschland für Geräte und Chemikalien eingesetzt. Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien, wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. 

Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.