Chemie-Fonds fördert erneut biotechnologisches Projekt der Johanna-Wittum-Schule: Mit 18.600 Euro können die Schüler-Mentoren weitermachen

20.06.2018

Pforzheim, 20. Juni 2018. An der Johanna-Wittum-Schule (JWS) sind die Rollen vertauscht: Als Schüler-Mentoren bringen Schülerinnen und Schüler der Biotechnologie-AG interessierten Lehrern aus ganz Baden-Württemberg biotechnologisches Grundlagen und praktische Versuche dazu bei. Zu diesem Projekt gehören Experimentiersets, die von den geschulten Lehrern dann im eigenen Unterricht eingesetzt werden können. Jetzt hat der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) dieses Projekt unter der Federführung von Dr. Jürgen Braun erneut mit 18.600 Euro unterstützt. Symbolisch wurde die Fördersumme vom Vorsitzenden des baden-württembergischen Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Martin Haag, an Braun, Dr. Ulrike Kagerhuber, die Schulleiterin der JWS und ihre Stellvertreterin, Michaela Keinath, übergeben.

Die Biotechnologie-AG nutzte die Gelegenheit und erläuterte das erfolgreiche Projekt. Die Schüler zeigten Grundlagen der Versuche und luden Haag ein, selbst einmal einen einfachen biotechnischen Versuch zu machen. Der VCI-Vorsitzende, im Hauptberuf Werkleiter bei Roche Diagnostics in Mannheim, zeigte sich besonders beeindruckt vom Auftritt und dem Fachwissen der Schüler der Biotechnologie-AG: "Es ist eine Freude, die Erfolge eines solchen Projektes zu sehen. Das biotechnologische Arbeiten macht den Schülern Spaß und das Erklären und Weitergeben von Wissen ebenfalls. Die langjährige Förderung durch den Chemie-Fonds ist hier auf ganz besonders fruchtbaren Boden gefallen!"

Der FCI hat das Projekt „Moderne Biotechnologie“ seit dem ersten Antrag 2007 im Rahmen von Sonderförderungen mit insgesamt mehr als hunderttausend Euro unterstützt.  Finanziert werden dadurch die teuren Verbrauchsmaterialien und die Lehrerfortbildungen, die das Rückgrat des Projektes sind.

Regelmäßig können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre vom Fonds erhalten. Finanziert werden dabei Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle.

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie (http://dsc.chemie.com) die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

 

 Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland.

Im Jahr 2001 hat er die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten.

In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an über 5000 Schulen. Mit diesem Geld konnten die Lehrer und Lehrerinnen Geräte und Chemikalien für Experimente kaufen.

Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen wie Experimente für Grundschulen und Antibiotika wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch (http://fonds.vci.de).