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Bühl: 1.500 Euro für die Carl-Netter-Realschule / Mehr Experimente im Unterricht

05.02.2020

Bühl, 5. Februar 2020. Durch den praktischen Umgang mit Geräten und Chemikalien erweitern Schüler ihr theoretisches Wissen und gelangen zu einem tieferen Verständnis der Inhalte und Methoden der Chemie. An der Carl-Netter-Realschule in Bühl kann das aktive Arbeiten im Chemie-Unterricht jetzt ausgebaut werden, sie erhält vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) 1.500 Euro. Schulleiter Steffen Faller und Fachlehrerin Lucia Wittenzeller nahmen bei der symbolischen Übergabe den „Chemie-Förderkolben“, ein chemietypisches Gefäß, von Ralf Müller, Geschäftsführer bei den Verbänden der Chemie- und Pharmaindustrie Baden-Württemberg (Chemie.BW) entgegen. Verwendet wird das Geld für die Anschaffung einer Wasserstoff-Brennstoffzelle, einem Experimentierset zur Chemie des Weins sowie einem Periodensystem der Elemente.

„Das Fach Chemie lebt von Experimenten. Nur so lernen Schülerinnen und Schüler einfacher und mit mehr Freude die Lerninhalte kennen. Ein vielseitiger und moderner naturwissenschaftlicher Unterricht ist auch für den späteren Berufseinstieg wichtig“. An der Carl-Netter-Realschule sei die Förderung genau an der richtigen Stelle. Denn die Schule leistet mit ihren naturwissenschaftlichen Projekten und ihrem großen Engagement in der Berufsorientierung hervorragende Arbeit. Das zeigten auch die erfolgreichen Teilnahmen an verschiedenen Schülerwettbewerben, so Ralf Müller.

Der FCI hat die Carl-Netter-Realschule auch in den vergangenen Jahren unterstützt. Insgesamt konnten dort bis jetzt 2.500 Euro in den naturwissenschaftlichen Unterricht investiert werden. Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle.

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie (http://dsc.chemie.com) die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland.

Im Jahr 2001 hat er die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten.

In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an über 5000 Schulen. Mit diesem Geld konnten die Lehrer und Lehrerinnen Geräte und Chemikalien für Experimente kaufen.

Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen wie Experimente für Grundschulen und Antibiotika wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch (http://fonds.vci.de).