2.500 Euro für mehr praktisches Arbeiten im Chemie-Unterricht

19.10.2018

Freiburg, 19. Oktober 2018. Für den naturwissenschaftlichen Unterricht ist es wichtig, dass Schüler selbständig experimentieren und praktische Erfahrungen sammeln können. Dies erleichtert es ihnen, aktuelle naturwissenschaftliche Fragen zu verstehen. Für dem aktiven Unterricht am St. Ursula Gymnasium in Freiburg kann jetzt zusätzliche Ausstattung angeschafft werden: Die Schule erhält vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) 2.500 Euro. Mit der Förderung werden Waagen, Polarimeter und ein Wasserzersetzungsapparat angeschafft. Schulleiter Thomas Hummel und die Fachlehrerin Dr. Regina Helde nahmen bei der symbolischen Übergabe den „Chemie-Förderkolben“, ein chemietypisches Gefäß, von Tobias Pacher, bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg zuständig für den „Dialog Schule – Chemie“, entgegen. 

„Naturwissenschaften fangen beim Erleben der Phänomene an. Zum Verstehen und Weiterforschen ist es wichtig, zu experimentieren. Mit den bestehenden naturwissenschaftlichen Projekten und Aktivitäten am St. Ursula Gymnasium ist die Unterstützung seitens der Chemie-Unternehmen genau an der richtigen Stelle.“, erläuterte Tobias Pacher das Engagement des Fonds. Für die Chemie-Industrie sei eine gute Grundausstattung der Schulen unerlässlich. Denn die Branche brauche in Zukunft motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte, so Pacher.
Der FCI hat das St. Ursula Gymnasium auch in den vergangenen Jahren unterstützt. Insgesamt wurden dort bis jetzt 6.500 Euro in den naturwissenschaftlichen Unterricht investiert.

Bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle. 

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland. 

Im Jahr 2001 hat er die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit will die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen zur Seite stehen und helfen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten. 
In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt mehr als 30 Millionen Euro zur Förderung eines spannenden, modernen Chemieunterrichts geflossen. Rund 14 Millionen Euro gingen an über 5000 Schulen. Mit diesem Geld konnten die Lehrer und Lehrerinnen Geräte und Chemikalien für Experimente kaufen. 

Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen wie Experimente für Grundschulen und Antibiotika wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.