Energieeffizienz

Energie und Kosten sparen mit Dämmung industrietechnischer Anlagen

26.03.2014

Vor allem für energieintensive Branchen erweist sich die Dämmung industrietechnischer Anlagen als effizient: Mehr als 1.700 Euro an Energiekosten kann ein Unternehmen im Jahr einsparen, wenn eine 100 Meter lange und 100 Grad heiße Rohrleitung gegen Wärmeverlust isoliert wird. Eine erste Berechnung der Einsparmöglichkeiten ist unkompliziert möglich: Unternehmen können ihr individuelles Gewinnpotenzial mit einem Online-Tool ermitteln. Der <link http: www.stromeffizienz.de industrie-gewerbe onlinehilfen quickcheck-rohrleitungsisolierung.html>"Quickcheck Rohrleitungsisolierung" der <link http: www.stromeffizienz.de>Initiative Energieeffizienz für Industrie und Gewerbe gibt unter Berücksichtigung von Leitungstemperatur, Rohrlänge, Betriebsstunden, Strompreis, vorhandener Dämmung sowie Anzahl von Armaturen und Flansche, unkompliziert einen Überblick.

Ein weiterer Schritt zur exakten Erschließung wirtschaftlicher Energieeffizienzpotenziale ist daraufhin die systematische Analyse der betriebstechnischen Anlagen, qualifizierte Energieberater können dabei helfen. Das Ziel ist: den Ist-Zustand von Rohrleitungsisolierungen, Ventilen und Behältern sowie vorhandene Wärmebrücken zu ermitteln. Auf der Basis der erhobenen Daten können dann Optimierungsmaßnahmen bewertet und die richtigen Dämm-Maßnahmen gewählt werden. Bei der Auswahl der Dämmstoffe sollten verschiedene Möglichkeiten für die optimale Betriebswärmeleitfähigkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Unterschiede bei den Transmissionsgraden verschiedener Ummantelungen haben Einfluss auf Oberflächentemperaturen.

Wichtig ist auch die Dämmschichtdicke: In Industriebetrieben ist es oft Praxis, dass die Dämmschichtdicke bei Rohrleitungen oder Behältern lediglich an die betriebstechnischen Anforderungen angepasst wird. Die wirtschaftliche Dämmschichtdicke lässt sich jedoch ermitteln, indem Investitionskosten und Wärmeverlustkosten in Abhängigkeit von der Dämmschichtdicke einander gegenüber gestellt werden. An jenem Punkt, an dem die Summenkurve der beiden Werte ein Minimum aufweist, liegt die wirtschaftliche Dämmschichtdicke.

Auch Einbauteile sollten gedämmt werden: Ein belastbares Energieeinsparpotenzial lässt sich nur unter Berücksichtigung der Wärmeverluste über die gesamte Anlage, inklusive der anlagenbedingten Wärmebrücken, ermitteln. Einbauteile, wie Flansche, Armaturen und Ventile haben den größten Einfluss auf die Wärmeverluste. Wird zusätzlich in ihre Dämmung investiert, senkt das die Wärmeverlustkosten erheblich.

Fördermittel-Tipp: Kleine und mittlere Unternehmen, die im Rahmen einer systemischen Optimierung in die Dämmung von Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen investieren, können Fördermittel des <link http: www.bmwi.de de root.html>Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie beantragen.

Eine Einführung in das Thema und praktische Hinweise für Unternehmen gibt die <link http: www.stromeffizienz.de fileadmin user_upload industrie-gewerbe dateien broschuere_daemmung_industrie_und_gewerbe.pdf>Broschüre Dämmung von Anlagen in Industrie und Gewerbe.

Factsheets zu erfolgreichen Projektansätzen für die Dämmung industrietechnischer Anlagen auch in der Chemiebranche gibt es <link http: www.stromeffizienz.de industrie-gewerbe handlungsfelder effiziente-technologien daemmung-industrietechnischer-anlagen.html>hier.