Pharma

Gut verständlich: Beipackzettel sind die Gewinner der Forsa-Verständlichkeitsstudie

06.07.2012

Im Rahmen der Studie hat Forsa 2.600 Erwachsene zur Verständlichkeit offizieller Schriftdokumente befragt. Auftraggeber war die Versicherungsgruppe Ergo. Dabei zeigt sich, dass insbesondere Steuer- und Versicherungsdokumente für viele schwer zu verstehen sind. Nur fünf Prozent der Befragten sehen sich dazu als Laien in der Lage. Auch die Produktinformationen von Mobilfunkanbietern lassen zu wünschen übrig: Mobilfunkunterlagen erschließen sich 11 Prozent der Befragten. Das Kleingedruckte auf Lebensmittelpackungen schneidet besser ab, hier verstehen 26 Prozent der Befragten, was gesagt wird. Beipackzettel von Arzneimitteln werden von immerhin 32 Prozent der Befragten als „von jedem verständlich“ eingestuft.

„Das Ergebnis überrascht uns nicht“, sagt Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zu der vorliegenden Studie. „Die Pharmaindustrie setzt sich seit langem für die gute Verständlichkeit von Beipackzetteln ein, denn Arzneimittel sind sensible Produkte, die Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen können. Die von uns durchgeführten Lesbarkeitstests sind ein ganz wesentlicher Schritt, um die Verständlichkeit der Beipackzettel trotz der Komplexität der zu vermittelnden Informationen zu erhöhen“, schließlich müsse sich der Patient zusätzlich zum ärztlichen Rat selbständig, ausführlich und verständlich informieren können. Das Ziel sei, dass jeder Patient unabhängig von seinem persönlichen Hintergrund versteht, was er wie einnehmen muss und welche positiven oder negativen Effekte damit verbunden sein können, so Norbert Gerbsch.