Am 24. und 25. Juni 2026 kamen die Mitgliedsunternehmen der Bezirksgruppe Baden-Württemberg des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) zum Unternehmertag in Endingen am Kaiserstuhl zusammen. Gastgeber der diesjährigen Mitgliederversammlung war die RILIT Coatings GmbH. Eingeladen hatten der Vorsitzende der Bezirksgruppe, Dr. Rainer Frei, gemeinsam mit VdL-Geschäftsführer André Olveira-Lenz. Für den VdL-Bundesverband nahm Dr. Martin Kanert an der Veranstaltung teil.
Den Auftakt bildete das traditionelle informelle Vorabendtreffen. Einen besonderen Impuls setzte Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter Dr. Dr. Matthias Jöllenbeck mit seiner Keynote zum Thema Entscheidungen unter Druck. Anhand eindrucksvoller Beispiele aus dem Profifußball zeigte er auf, wie Verantwortungsbewusstsein, schnelle Urteilsfähigkeit und konsequentes Handeln auch für Führungskräfte in Unternehmen entscheidende Erfolgsfaktoren sind.
Vorstand der Bezirksgruppe neu gewählt
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung standen die turnusmäßigen Vorstandswahlen. Michael Maier (Weckerle Lackfabrik GmbH) schied mit seinem Eintritt in den Ruhestand aus dem Vorstand der Bezirksgruppe aus.
Die Mitglieder bestätigten Dr. Rainer Frei (FreiLacke – Emil Frei GmbH & Co. KG, Bräunlingen) als Vorsitzenden der Bezirksgruppe Baden-Württemberg. Neu zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Dr. Hugo Brussaard (GEHOLIT + WIEMER GmbH, Graben-Neudorf) gewählt. Adelbert Edelmann (PPG Industries Lackfabrik GmbH, Bodelshausen) wurde als weiterer stellvertretender Vorsitzender im Amt bestätigt.
Zum Abschluss der Wahlen dankte Dr. Frei dem ausscheidenden Vorstandsmitglied Michael Maier sowie dem ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Lochner für ihr langjähriges Engagement und ihren wichtigen Einsatz für die Bezirksgruppe Baden-Württemberg.
Chemie- und Pharmapakt als industriepolitisches Signal
Politische Akzente setzte der Gastredner Simon Herzog, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Waldshut. Er erläuterte den im Koalitionsvertrag des Landes verankerten Chemie- und Pharmapakt für Baden-Württemberg, der einen verbindlichen Rahmen für eine gemeinsame industriepolitische Strategie zwischen Politik und Branche schaffen soll.
Ziel des Pakts ist es, kurzfristig Stabilität zu schaffen und gleichzeitig eine verlässliche langfristige Perspektive für die Transformation der Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg zu eröffnen. Die anwesenden Unternehmensvertreter machten deutlich, dass sie mit dem Pakt konkrete Verbesserungen der Standortbedingungen sowie Maßnahmen zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit verbinden.
Bereits im Vorfeld der Landtagswahl hatten sich die Bezirksgruppe Baden-Württemberg und der VCI Baden-Württemberg gemeinsam für die Aufnahme des Chemie- und Pharmapakts in den Koalitionsvertrag eingesetzt. Nun richtet sich der Fokus auf eine zügige und wirksame Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen.
Der Unternehmertag 2026 bot den Mitgliedsunternehmen erneut eine wichtige Plattform für den fachlichen und politischen Austausch. In offener und konstruktiver Atmosphäre standen aktuelle Herausforderungen der Branche ebenso im Mittelpunkt wie die gemeinsame Ausrichtung auf die Zukunft des Industriestandorts Baden-Württemberg.
