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So funktioniert ein Deodorant

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Frischer Schweiß ist zunächst geruchlos. Erst Bakterien zersetzen seine Bestandteile und verursachen den typischen Schweißgeruch.
  • Deodorants wirken gegen Geruch, etwa mit Enzyminhibitoren, Fermenten oder Zink-Komplexen, die Gerüche hemmen oder neutralisieren.
  • Antitranspirante setzen früher an: Sie verengen mit Aluminiumsalzen die Schweißdrüsen und reduzieren so die Schweißbildung.

Sommer, Sonne, Schweiß! Bei Hitze ist unser Deo als täglicher Begleiter besonders wichtig. aktiv erklärt, wie es funktioniert.

In den behaarten Körperregionen, wie den Achseln, sind die apokrinen Drüsen aktiv. Der Schweiß, den sie produzieren, enthält unter anderem Proteine, Lipide und Pheromone. Den Gegensatz bilden ekkrine Drüsen am Rest des Körpers: Die produzieren nur wässrige, geruchlose Flüssigkeit.

Einen Liter Flüssigkeit verliert der Körper etwa täglich über die Haut

Frischer Schweiß riecht erst mal nicht. Doch nach einiger Zeit werden seine Stoffe mithilfe von Bakterien abgebaut. Da wäre er auch schon, der unangenehme Geruch – würde das Deo nicht wirken. Und ja, viel früher in der Evolution diente dieser Geruch durchaus als Signal oder zur Kommunikation.

Deodorants verhindern, dass der Schweiß durch Enzyme abgebaut wird: indem sie die Aktivität der geruchsbildenden Bakterien beeinflussen.

Es gibt viele natürliche Wirkstoffe gegen schlechte Gerüche

Der Hersteller Speick Naturkosmetik aus Leinfelden-Echterdingen beispielsweise, den es schon seit fast 100 Jahren gibt, setzt dabei auf natürliche Wirkstoffe. Etwa Zitronensäureester, eine Verbindung aus pflanzlichem Alkohol und natürlicher Zitronensäure: Ein Wirkstoff aus der Gruppe der Enzyminhibitoren – so nennt man Stoffe, die verhindern, dass Enzyme den Schweiß zersetzen. Oder Sacharomyces Ferment: Es neutralisiert schlechte Gerüche.

In einigen Speick-Deos ist auch ein Zink-Komplex enthalten. Laborleiterin Alice Geiger erklärt: „Er kann die unangenehmen Schweiß-Abbau- gerüche wie ein Schwamm einsaugen. Das steigert die effektive Langzeitwirkung.“

Antitranspirante verringern die Schweißbildung

Und dann gibt es da noch die Antitranspirante: Sie wirken gegen das Schwitzen selbst. Diese Produkte enthalten oft Aluminiumsalze, die die Schweißdrüsen verengen und so die Schweißbildung verringern. Ob unterbinden oder neutralisieren: Deos sorgen letztlich dafür, dass etwas eigentlich völlig Natürliches für uns möglichst unauffällig bleibt.

Die Schönheits- und Körperpflegebranche in Deutschland

Ob Haut- und Haarpflege, Zahnpasta oder Waschmittel: Die Schönheits- und Haushaltspflegebranche in Deutschland wächst trotz schwacher Gesamtwirtschaft seit dem Jahr 2020 jährlich im Schnitt um 4,4 Prozent. Am stärksten wachsen laut Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) aktuell solche Produkte, die das äußere Erscheinungsbild prägen. In der Branche gibt es dem IKW zufolge etwa 1.000 kleine und mittelständische Unternehmen sowie etwa 60 Großunternehmen – und insgesamt rund 178.000 Arbeitsplätze.