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Presse Publikationen VCI

Pressemitteilung zur Regierungsbildung BW:
VCI BW fordert stärkeren Fokus auf Chemie und Pharma ein

Mit einer guten Portion Ernüchterung hat der Verband der Chemischen Industrie (VCI) Baden-Württemberg das Sondierungspapier von Bündnis 90 / Die Grünen und CDU im Hinblick auf die Bildung einer neuen baden-württembergischen Landesregierung zur Kenntnis genommen.

Mit einer guten Portion Ernüchterung hat der Verband der Chemischen Industrie (VCI) Baden-Württemberg das Sondierungspapier von Bündnis 90 / Die Grünen und CDU im Hinblick auf die Bildung einer neuen baden-württembergischen Landesregierung zur Kenntnis genommen. Dabei sei es zwar ein positives Signal, dass beide Parteien offenbar eine gemeinsame Basis für eine Neuauflage des grün-schwarzen Bündnisses gefunden haben,  was auf eine zügige Regierungsbildung und die Rückkehr in den Arbeitsmodus hoffen lasse. Jedoch lege das Papier den Verdacht nahe, dass den Verhandelnden auf beiden Seiten weder die Bedeutung der Chemie- und Pharmaindustrie für den Industriestandort Baden-Württemberg noch die gegenwärtige Lage der Branche bewusst ist. Anders lasse sich kaum erklären, dass weder die Chemie- noch die Pharmaindustrie in dem Papier explizit erwähnt werden.

„Baden-Württemberg ist nicht nur – wie im Sondierungspapier zitiert - ‚Autoland‘, sondern vor allem auch Chemie- und Pharmaland. So geht ein erheblicher Teil der ebenfalls zitierten Innovationsstärke unseres Bundeslandes explizit auf die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Chemie- und insbesondere der Pharmaindustrie zurück, die im Südwesten bundesweit eine Spitzenposition einnimmt. Daher sind wir tatsächlich überrascht, dass Chemie und Pharma in dem heute vorgestellten Papier keinerlei Berücksichtigung finden“, erklärt VCI BW-Hauptgeschäftsführer André Olveira-Lenz.

Natürlich sei das Papier ein erstes Ergebnis und noch kein Koalitionsvertrag. Jedoch habe der VCI BW fest darauf gebaut, dass auf die vor der Wahl gesendeten Signale seitens der Politik ein klares Bekenntnis zur Chemie- und Pharmaindustrie folgen würde – und das bereits in den Sondierungsergebnissen. Schließlich liefere die Branche die Grundlagen für sämtliche Materialtechnologien sowie die industrielle Gesundheitswirtschaft im Land. Dadurch stehe sie am Anfang aller industrieller Wertschöpfungsketten. Somit hänge die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg ganz entscheidend von der Zukunft der Chemie- und Pharmaindustrie ab. „Im Moment haben wir leider noch nicht das Gefühl, dass dies allen Beteiligten bewusst ist. Wir werden jedoch im Dialog bleiben und unsere Positionen deutlich machen“, so Olveira-Lenz.