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Praxis trifft Politik:
Vor-Ort-Termin zu Carbon Management am Zementwerk Schwenk

Wie gelingt die Transformation zur Klimaneutralität am Industriestandort Baden-Württemberg? Diese Frage entscheidet sich am Ende v.a. in der konkreten Umsetzung. Das betrifft in ganz erheblichem Maße auch den langfristigen Umgang mit CO2-Emissionen.

Erst im Dezember haben verschiedene Mitglieder des Steuerungskreises Carbon Management Baden-Württemberg, dem auch der VCI BW angehört, ein gemeinsames Impulspapier veröffentlicht, das die wichtigsten Herausforderungen der Landespolitik für ein erfolgreiches Carbon Management in Baden Württemberg auflistet.

Um deren Bedeutung anhand industrieller Realitäten zu unterstreichen, hat der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) stellvertretend für die Unterzeichnenden Institutionen des Impulspapieres den Fraktionsvorsitzenden der Grünen-Landtagsfraktion, Andreas Schwarz, sowie Clara Resch MdL zum gemeinsamen Austausch ins Zementwerk SCHWENK Deutschland nach Mergelstetten eingeladen.

Dabei haben wir unsere Kernbotschaft klar und deutlich formuliert:

Die Technologien und Instrumente für eine treibhausgasneutrale Produktion sind bekannt. Aber die Zeit drängt. Denn Investitionsentscheidungen für 2030 müssen jetzt getroffen werden! Deshalb sind es fünf zentrale Handlungsfelder, die jetzt besondere Priorität haben müssen:

  • Tempo & Sicherheit: Wir brauchen schnelle Genehmigungsverfahren und verlässliche Rechtsgrundlagen für Investitionsentscheidungen.
  • Infrastruktur: Der Aufbau einer CO2-Transportinfrastruktur muss durch eine zentrale Anlaufstelle koordiniert werden, ohne dabei den Wasserstoff-Hochlauf zu behindern.
  • Speicherung: Eine zeitnahe Erkundung geologischer Speichermöglichkeiten (Opt-in) direkt in Baden-Württemberg ist notwendig, um Wertschöpfung im Land zu halten.
  • Innovation (CCU): Pilotprojekte zur CO2-Nutzung müssen gefördert und rechtlich anerkannt werden.
  • Grüne Leitmärkte: Die öffentliche Beschaffung sollte als Hebel genutzt werden, um Märkte für klimaneutrale Produkte zu etablieren.

Die Dringlichkeit der Lage scheint unseren Gästen bewusst zu sein. Nun müssen die formulierten Punkte auch ihren Weg in die politische Diskussion und die praktische Umsetzung finden. Nur mit einem klugen und engagierten Carbon Management können wir es schaffen, sowohl den Klimaschutz voranzutreiben als gleichzeitig auch die industrielle Basis im Land zu erhalten.