Von der EU-Strategie bis zur Zollabfertigung
Aus erster Hand erhielten die Teilnehmenden am Mitwoch ein Update zur europäischen Chemikalienstrategie von Otto Linher, der sich als Experte innerhalb der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU der Europäische Kommission (kurz: GD GROW) speziell mit der Chemikalienpolitk der EU und der REACH-Verordnung im Besonderen befasst.
Nicolaj Heuer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie Sibylle Wursthorn vom baden-württembergischen Umweltministerium informierten über den neuesten Stand zu REACH, der CLP-Revision und relevanten Übergangsfristen. Mit einem Blick auf die Umsetzung der REACH-Vorgaben in Österreich bot Dr. Eugen Anwander vom Amt der Vorarlberger Landesregierung den Besucherinnen und Besuchern einen spannenden Vergleich zu unterschiedlichen Ansätzen bei der Implementierung der europaweit geltenden Bestimmungen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Zukunftsthemen Ökodesign und dem Digitalen Produktpass (DPP). Hier wurde deutlich, wie stark Stoffrecht und neue digitale Nachweispflichten künftig ineinandergreifen. Vielen Dank für den Impuls von Dr. Lisa Kappler (Kanzlei Gleiss Lutz) zur Ökodesign-Verordnung sowie für die praxisnahe Einordnung von Dr. Bernd Glassl (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel IKW) zum DPP für Detergenzien. Beide Vorträge trugen dazu bei, sowohl Aufwand als auch Nutzen greifbar zu machen, die auf die Wirtschaft zukommen. Den regulatorischen Kreis schloss Jens Glaßer vom Hauptzollamt Stuttgart mit einem Ausblick auf die Auswirkungen von Verboten und Beschränkungen auf die Zollabfertigung. Die Moderation hatte Carola Maute-Stephan (VCI BW).
Starke Partner, starkes Netzwerk
Leider steht nicht zu erwarten, dass der regulatorische Druck auf die Unternehmen abnehmen wird. Umso wichtiger sind verlässliche Partnerschaften und ein direkter Wissenstransfer, von dem Unternehmen profitieren können. Das Netzwerk REACH@Baden-Württemberg ist bestens aufgestellt, um der heimischen Wirtschaft auch in den kommenden Jahren als kompetenter Kompass zur Seite zu stehen. Dabei werden wir als VCI BW uns auch weiterhin aktiv einbringen.
Vielen Dank an unsere Referentinnen und Referenten und auch an unsere Gäste für die spannenden Vorträge und die hervorragenden Gespräche. Und natürlich danken wir unsere Netzwerk-Partnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und insbesondere dem Organisations-Team für eine rundum gelungene Veranstaltung!
