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Presse

Nanotechnologie in der chemischen Industrie Baden-Württembergs:
Konjunkturprognose

Stuttgart, 17. Oktober 2006. „Die Nanotechnologie ist eine Chance, von der der Chemiestandort Baden-Württemberg profitieren kann“, so Klaus Hütig, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg. Auf einer Pressekonferenz stellte er die Konjunkturprognose zu diesem Branchensegment vor. Danach erwarten 86 Prozent der mit Nanomaterialien arbeitenden Unternehmen, dass der Umsatz 2007 steigen wird. Auch bei den prognostizierten Gewinnen sind die Unternehmen optimistisch: 43 Prozent rechnen mit einem Anstieg, 57 Prozent erwarten, dass die Erträge konstant bleiben. Fast jedes dritte Unternehmen will stärker in Nanotechnologie und -produktion investieren. Mehr als 70 Prozent werden ihre Investitionen auf dem Niveau des Jahres 2006 belassen. 86 Prozent erwarten einen gleichbleibenden Personalstand, 14 Prozent der Unternehmen wollen aufbauen. Nach Einschätzung von Hütig ist die Nanotechnologie gerade für die chemische Industrie eine Zukunftstechnologie. Er forderte verstärkte öffentliche Anstrengungen, um eine breite Akzeptanz zu fördern. Nach Berechnungen der Chemie-Verbände sind mehr als fünfzig Unternehmen mit etwa 28.000 Mitarbeitern unter anderem in der Anwendung und Produktion von Nanomaterialien tätig. Das entspricht einem Anteil nach Beschäftigten und Umsatz an der gesamten Branche von 27 Prozent. Die Unternehmen gehören hauptsächlich zu den Teilbranchen Farben und Lacke sowie Spezialchemie, Pharma und Kosmetik. Sie erwirtschaften einen Gesamtumsatz von circa 8,2 Milliarden Euro. Davon entfallen etwa fünf Prozent (400 Millionen Euro) ausschließlich auf Anwendungen und Produkte mit Nanomaterialien. Der Exportanteil beträgt dabei annähernd 60 Prozent. Hintergrund: In den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg mit Sitz in Baden-Baden sind etwa 470 Unternehmen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern organisiert. Die Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von derzeit circa 27 Milliarden Euro. Downloads: Redetext Klaus Hütig Grafiken zur Konjunkturumfrage