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Fünf Fragen an Dr. Cindy Wechsler über ihr Studium zur Qualified Person bei ChemieBW

Frau Dr. Wechsler, Sie haben eine beeindruckende Laufbahn hinter sich. Wie hat alles begonnen?

Nach dem Abitur habe ich 2004 in Göttingen Chemie auf Diplom studiert. Nach meiner Diplomarbeit in der organischen Chemie wechselte ich während der Promotion die Fachrichtung und schloss 2014 in der biochemischen Enzymkatalyse ab. Eine DFG-Kooperation führte mich danach als Postdoc in die pharmazeutische Chemie nach Freiburg – dort begann auch meine Karriere in der Industrie. 2015 startete ich bei Pfizer als QA Managerin für regulatorische Compliance, übernahm später Führungsverantwortung und wechselte 2021 in die Qualitätskontrolle. Während der Pandemie war das besonders herausfordernd, da am Standort Freiburg ein Covid-Medikament produziert wurde. 2023 übernahm ich eine globale Rolle mit Quality Oversight über externe Hersteller – und seit Juli 2025 bin ich bei Roche in der Qualitätskontrolle für Produktanalytik tätig. Neue Firma, neue Produkte, neue Erfahrungen!

Was hat Sie dazu bewegt, das Weiterbildungsstudium zur „Qualified Person“ zu absolvieren?

Ich wollte von Anfang an in der Pharmaindustrie arbeiten – die Qualitätssicherung hat mich besonders fasziniert. Dabei wurde mir bewusst, dass Pharmazeuten durch Pflichtpraktika einen klaren Wissensvorsprung haben. Außerdem dürfen Chemiker zwar vieles, aber nicht alles – etwa ohne Zusatzqualifikation keine QP werden. Diese Hürde wollte ich überwinden und zugleich mein Wissen über pharmazeutische Prozesse, Technologien und Pharmakologie vertiefen.

Welche Erfahrungen und Netzwerke haben Sie im Studium gewonnen?

Ich habe viele talentierte Nicht-Pharmazeuten kennengelernt, die meinen Blick enorm erweitert haben. Mit vielen bin ich bis heute in Kontakt. Besonders bereichernd waren die zahlreichen praktischen Einblicke in bedeutende Unternehmen, die das theoretische Wissen aus Vorlesungen und Seminaren an der Universität Tübingen wunderbar ergänzt haben. Ich bin dankbar, noch einmal so viel dazugelernt zu haben – vor allem in pharmazeutischer Technologie. Das hat mein „Quality Mindset“ nachhaltig geschärft.

Wem würden Sie die Weiterbildung empfehlen?

Allen, die der QP-Qualifikation näherkommen möchten – und die bereit sind, ihren Horizont auch später im Berufsleben bewusst zu erweitern. Das Studium bietet die Chance, pharmazeutische Prozesse, Produkte und Mechanismen wirklich zu verstehen und sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln.

Was reizt Sie an Ihrer aktuellen Position bei Roche?

Ich bin sehr dankbar, hier einen Beitrag zum Wohl von Patienten weltweit leisten zu können. Mir liegt es am Herzen, dass wichtige Medikamente schnell und in bester Qualität verfügbar sind – das hat mich meine gesamte Karriere begleitet. In meiner Rolle als Abteilungsleiterin in der Qualitätskontrolle für Produktanalytik in Kaiseraugst und Basel kann ich all meine Erfahrungen einbringen und täglich dazu beitragen, die Patientenversorgung zu sichern.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an Frau Jensen/ tjensen@csm.chemie.com