In der Deutschen Botschaft erhielt die Delegation aktuelle wirtschaftspolitische Einordnungen. Besuche im IBM Innovation Studio und bei Forterra machten deutlich, wie datengetriebene Technologien, autonome Systeme und neue Materialien die Mobilität der Zukunft prägen. Die Chemie liefert dafür essenzielle Bausteine – von Batterien über Sensorik bis zu nachhaltigen Produktionsprozessen.
Atlanta: Standortwettbewerb und Kreislaufwirtschaft
Atlanta zeigte, wie konsequent die USA internationale Investitionen anziehen: große Flächen, günstige Energie, schnelle Entscheidungen. Gespräche mit Mercedes-America und Cox Automotive verdeutlichten die Bedeutung von KI, Zollthemen und zirkulären Strategien. Das steigende Interesse an chemischem Recycling unterstreicht die Rolle der Branche als globaler Treiber nachhaltiger Lösungen.
Florida: Ein Meilenstein für Baden-Württemberg – mit klaren Vorteilen für die Chemie
Höhepunkt der Reise war der Stopp in Florida. Dort unterzeichneten Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Handelsminister Alex J. Kelly eine Joint Declaration of Intent (JDI) – ein Abkommen von besonderer Bedeutung, denn Florida hat weltweit erst zwei ähnliche Vereinbarungen abgeschlossen: mit Israel und Großbritannien.
Das JDI erleichtert Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg den Zugang zu einem der dynamischsten Innovationsstandorte der USA. Es eröffnet neue Wege für Kooperationen in Bereichen wie Health Tech, Mobilität, Materialentwicklung, Biotechnologie und Kreislaufwirtschaft. Für die Chemie- und Pharmaindustrie bedeutet das: einfachere Kontakte zu Behörden, Reallaboren, Forschungspartnern und Innovationsnetzwerken – und damit bessere Chancen, Technologien schneller in den Markt zu bringen. Hoffmeister-Kraut betonte: „Wir werden Kooperationen identifizieren und vertiefen – zwischen unseren Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen sowie Partnern in Florida.“
Fazit: Rückenwind für die Chemie im Südwesten
Die Delegationsreise hat deutlich gemacht, wie wichtig internationale Vernetzung für die Zukunftsfähigkeit der baden-württembergischen Chemie ist. Der VCI Baden-Württemberg konnte zentrale Anliegen der Branche platzieren – von besseren Standortbedingungen über zirkuläre Lösungen bis zu transatlantischen Innovationspartnerschaften. Mit der neuen Zusammenarbeit in Florida gewinnt die Industrie Zugang zu einem starken Innovationsumfeld – und Baden-Württemberg stärkt seine Position im globalen Wettbewerb nachhaltig.
Weitere Informationen zur erfolgreichen Delegationsreise erhalten sie hier: www.tagesschau.de
