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Chemiearbeitgeber treten für Gesetz zur Tarifeinheit ein

Baden-Baden, 2. November 2010. „Die Politik darf die bewährte Tariflandschaft in Deutschland nicht gefährden“, fordert Gerhard Schäferkord, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg (agvChemie). Der agvChemie setzt sich dafür ein, die Tarifeinheit, die jahrzehntelang von der Rechtsprechung anerkannt war, gesetzlich zu verankern: Den Grundsatz „ein Unternehmen, ein Tarif“ wollen in der Chemie sowohl die Arbeitgeberverbände als auch die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie beibehalten.

Sozialer Friede und die Fortsetzung der erfolgreichen flexiblen Tarifpolitik in der chemischen Industrie seien, so Schäferkord, wichtige Standortfaktoren. Im Interesse des Industrielandes Deutschland, der erfolgreichen Unternehmen und ihrer Mitarbeiter dürfe man dies nicht aufs Spiel setzen. Schäferkord: „Dieses System ist ein Standortvorteil und hat gerade in der jüngsten Krise bewiesen, wie flexibel, effizient und notwendig es ist.“

„Ein Gesetz zur Tarifeinheit muss her“, so Schäferkord. „Hier ist der Staat in seiner ureigenen Rolle als Gestalter von Rahmenbedingungen der Wirtschaft gefordert“, sagte der agvChemie-Hauptgeschäftsführer.

Zum agvChemie

Derzeit gehören 243 Unternehmen dem Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V. an. Sie beschäftigen etwa 70.000 Arbeitnehmer.