Baden-Baden, Juni 2026. Die Chemie- und Pharmaindustrie steht für Innovation, hochwertige Arbeitsplätze, starke Forschung und hohe industrielle Wertschöpfung. Gleichzeitig befindet sich die Branche in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Digitalisierung, demografischer Wandel, internationale Wettbewerbsverschiebungen und steigende Standortanforderungen verändern die Rahmenbedingungen nachhaltig.
Vor diesem Hintergrund hat IW Consult auf Grundlage von statistischen Analysen, Experteninterviews und Unternehmensbefragungen die Studie „agvChemie & Pharma Roadmap Baden-Württemberg“ erarbeitet. Ziel der vom Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg beauftragten Studie ist es, konkrete Ansatzpunkte aufzuzeigen, wie die Wettbewerbsfähigkeit der Chemie- und Pharmaindustrie gestärkt und der Standort Baden-Württemberg langfristig gesichert werden kann. Industrielle Wettbewerbsfähigkeit ist weit mehr als ein wirtschaftliches Thema. Sie ist auch Voraussetzung für soziale Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Studie analysiert zentrale Herausforderungen und Potenziale der Branche und formuliert Handlungsempfehlungen in den Schwerpunktbereichen Fachkräftesicherung und Bildung, Bürokratieabbau und Digitalisierung, Innovationsförderung und KI, sowie internationale Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Rahmenbedingungen. Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht durch einzelne Förderprogramme, sondern durch das Zusammenspiel von Bildung, Innovation, Produktivität, moderner Infrastruktur und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen.
Die Veröffentlichung der Studie fällt in eine Phase politischer Neuaufstellung im Land. Der aktuelle Koalitionsvertrag von Grünen und CDU enthält zahlreiche wichtige industrie- und innovationspolitische Signale zu Wettbewerbsfähigkeit, Digitalisierung, Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und industrieller Transformation.
Die Studie versteht sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich als konstruktiver Beitrag und als Impulsgeber für die neue Landesregierung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie Baden-Württemberg auch künftig ausreichend technologische Kompetenz, industrielle Innovationsfähigkeit und qualifizierte Fachkräfte sichern kann. „Die Chemie- und Pharmaindustrie ist eine industrielle Kernbranche Baden-Württembergs. Sie ist Innovationstreiber, Forschungsstandort, Arbeitgeber und Stabilitätsanker zugleich,“ betont Patrick Krauth, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg. Als Schlüsselindustrie trägt die Chemie- und Pharmaindustrie in besonderem Maße zur wirtschaftlichen Stabilität Baden-Württembergs bei und sichert Wohlstand, Innovation und gute Beschäftigung im Land.
