Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) warnt vor den Folgen der Einführung eines Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde. Vor allem in der Ausbildung kämen Unternehmen dadurch stark unter Druck. Viele junge Erwachsene könnten sich künftig für das scheinbar höhere Gehalt bei ungelernten Tätigkeiten entscheiden, statt mit einer zunächst geringer bezahlten Ausbildung den Grundstein für späteren Wohlstand zu legen. Der Gesetzgeber sollte hier dringend nachsteuern und den Mindestlohn nicht bereits für Arbeitnehmer ab 18 Jahren vorschreiben, so der BAVC. Auch kritisierten laut dem Verband führende Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten, dass der Mindestlohn das deutsche Jobwunder ausbremsen und bis 2018 etwa 350.000 Arbeitsplätze kosten wird. Zusätzlich würde der Einstieg in Arbeit massiv erschwert. Gerade die Chancen Langzeitarbeitsloser und Geringqualifizierter, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, dürften sinken.
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