Stuttgart, 26. Januar 2026. Wenn aus Theorie echtes Verstehen wird und Schülerinnen und Schüler selbst zu Forschenden werden, zeigt sich, was modernen Unterricht ausmacht: An der Landwirtschaftlichen Schule Hohenheim sorgen neue Geräte für biochemische Experimente künftig für noch mehr Praxisnähe, Tiefgang und Begeisterung im naturwissenschaftlichen Unterricht. Möglich macht das eine Förderung des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) in Höhe von 2.474 Euro.
Übergeben wurde die Förderung von Dr. Tobias Pacher, bei ChemieBW zuständig für den Dialog Schule–Chemie, symbolisch im „Chemie-Förderkolben“. Entgegengenommen wurde sie von der stellvertretenden Schulleiterin Berit Scherer sowie dem Fachlehrer und Antragsteller Dr. Robert Fleischer. Mit der neuen Ausstattung erhält der Unterricht einen deutlichen Innovationsschub: Biochemische Zusammenhänge können nicht nur erklärt, sondern direkt im Experiment erlebt und nachvollzogen werden.
„Gerade an einer landwirtschaftlichen Schule ist es entscheidend, naturwissenschaftliche Prozesse greifbar zu machen“, betonte Tobias Pacher bei der Übergabe. „Wer selbst misst, beobachtet und auswertet, entwickelt ein tieferes Verständnis – und oft auch eine echte Begeisterung für naturwissenschaftliche Fragestellungen.“
Die neuen Geräte für biochemische Experimente ermöglichen anspruchsvollere Versuche mit klarem Praxisbezug. So können Schülerinnen und Schüler beispielsweise die Aktivität von Enzymen im Boden untersuchen, indem sie messen, wie schnell organische Stoffe unter unterschiedlichen Bedingungen abgebaut werden – ein zentrales Thema für Bodenfruchtbarkeit und nachhaltige Landwirtschaft.
Insgesamt hat die Landwirtschaftliche Schule Hohenheim inzwischen Fördermittel in Höhe von 5.908 Euro aus dem Chemie-Fonds erhalten. Die kontinuierliche Unterstützung trägt dazu bei, den naturwissenschaftlichen Unterricht stetig weiterzuentwickeln und junge Menschen für moderne, zukunftsrelevante Themen aus Chemie, Biochemie und Landwirtschaft zu begeistern.
Allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie können beim Fonds der Chemischen Industrie alle zwei Jahre eine Förderung von bis zu 2.500 Euro beantragen – für einen Unterricht, der neugierig macht, fordert und begeistert.
Zum Fonds der Chemischen Industrie
Als Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) unterstützt der FCI seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds zahlreiche Stipendien und fördert die akademische Chemieforschung in Deutschland.
Im Jahr 2001 hat der FCI die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit hilft die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten (https://www.vci.de/fonds/schulpartnerschaft).
In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt 43 Millionen Euro zur Förderung eines modernen Chemieunterrichts geflossen. Mit knapp der Hälfte (20 Millionen Euro) unterstützte die „Schulpartnerschaft“ den Chemie- und Sachkundeunterricht an mittlerweile rund 8.200 Schulen – von der Grundschule bis zu Gymnasien und Berufsschulen.
Darüber hinaus stellt der FCI Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen und Experimentiersets zur Verfügung. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren und Schüler.
