Warum eigentlich funktioniert das so?

Warum eigentlich...? fragt die Wirtschaftszeitung AKTIV regelmäßig für ihre Baden-Württemberg-Seite und erhält Antworten von Experten aus der Chemie, Forschung, Produktion und Marketing.

Inzwischen sind einige dieser „Geschichten aus der Chemie“ zusammengekommen. Hier fassen wir sie zusammen – zum Nachlesen, Staunen und gerne auch Teilen. 


Split kann kleine Schäden im Lack verursachen. Sind diese einmal vorhanden, verstärkt das Streusalz sie deutlich. Werden solche Steinschläge vom Schmutz verdeckt, bemerkt man sie vielleicht zu spät.
Unter anderem, weil an der Oberfläche von Eis die Wassermoleküle nicht so fest an die Eisstruktur gebunden sind wie in dessen Innerem. In diesem Wasserfilm kann sich das Salz auflösen und ihn aufbrauchen, bis das Eis geschmolzen ist.
Bei Entzündungen am Auge schwächt Augentrost das ‚Fremdleben‘ auf der Bindehaut. Er entzieht Bakterien, Viren und Pilzen ihre Wachstumsgrundlage.
Schon ab acht Grad Celsius produziert die Haut so gut wie kein Fett mehr. Fehlt das Fett, trocknet besonders die Gesichtshaut schnell aus, wird rot und schuppig.
Aus einem einfachen Grund: Damit die Immunabwehr funktionieren kann. Antikörper heften sich an schädliche Erregerzellen und kennzeichnen sie für die Fresszellen der Immunabwehr. Mithilfe der Biotechnologie werden nach diesem Prinzip hochwirksame Medikamente hergestellt.
Schon Höhlenmaler und Tätowierer wussten in früheren Zeiten die Eigenschaften von Nano-Kügelchen zu nutzen. Sie nahmen Ruß als Färbemittel. Heute wird er für Autoreifen oder Textilien verwendet.
Gelatine vermutet man in Süßspeisen. Aber in Zündhölzern? Warum sie dort notwenig ist, erklärt Christoph Simon, Experte für technische Anwendungen beim Gelatinehersteller Gelita in Eberbach.
Dafür sorgt beim Auftragen ein Zwei-Komponenten-System. Zunächst sprüht man Titandioxid-Pigmente und Acrylatharz für die Haltkraft auf. Anschließend folgt ein sogenanntes Nachstreumittel für die besondere Griffigkeit des Belags.
Stoff fühlt sich weicher an, wenn ein Tensid-Film auf das Gewebe kommt. Das bewirkt der Weichspüler. Hierzulande sind die Tenside vollständig biologisch abbaubar.
Weil Karies Zucker aus der Nahrung in Säure verwandelt. Daraus entstehen die Löcher in den Zähnen. Fluoridverbindungen sind Mineralsalze und unterstützen die Remineralisation des Zahns nach einer Säureattacke. Zusammen mit Kalzium bilden Fluoride eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche.