Warum eigentlich funktioniert das so?

Warum eigentlich...? fragt die Wirtschaftszeitung AKTIV regelmäßig für ihre Baden-Württemberg-Seite und erhält Antworten von Experten aus der Chemie, Forschung, Produktion und Marketing.

Inzwischen sind einige dieser „Geschichten aus der Chemie“ zusammengekommen. Hier fassen wir sie zusammen – zum Nachlesen, Staunen und gerne auch Teilen. 


Die Leinen bestehen nur aus einem einzigen Polyamid-Faden. Reißfest werden die Fäden durch die sogenannte Verstreckung: Sie werden gereckt und fixiert, dabei ordnen sich die Makromoleküle parallel an und knüpfen spezielle Bindungen.
Silber wirkt antibakteriell da sich im Wasser aus dem Metall einige Teilchen als geladene Silber-Ionen herauslösen. Diese Silber-Ionen greifen die Bakterien an. Sie zerstören Enzyme, destabilisieren die Zellwand und stören die Vermehrung der Mikroben.
Für Flachdächer werden heute hochwertige Materialien eingesetzt, wie Glasfaser- und Polyestervliesen. Die Werkstoff trotzen Regen und Hagelschlag, selbst enorme Temperaturschwankungen von minus 30 Grad Celsius im Winter und bis zu 90 Grad Celsius im Sommer stecken sie weg.
Wird der Knorpel der Gelänke stark belastet, nutzt er sich ab. Die Einnahme von Kollagenpeptiden hilft dabei, dieser Entwicklung entgegenzusteuern.
Weil die scheinbar glatte Fläche der Skier eigentlich uneben ist. Das Skiwachs legt sich als Gleitfilm darauf. Bei einer Abfahrt schmilzt der Schnee durch den Druck der Skier und die Reibungswärme. Auf dem so entstehenden Wasserfilm kann der Ski gleiten.
Silberputzen ist lästig: Kaum ist man fertig, schon läuft das gute Besteck wieder braun an. Den Grund kennt Martin Völker, Leiter Analytik am Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie in Schwäbisch Gmünd.
Split kann kleine Schäden im Lack verursachen. Sind diese einmal vorhanden, verstärkt das Streusalz sie deutlich. Werden solche Steinschläge vom Schmutz verdeckt, bemerkt man sie vielleicht zu spät.
Unter anderem, weil an der Oberfläche von Eis die Wassermoleküle nicht so fest an die Eisstruktur gebunden sind wie in dessen Innerem. In diesem Wasserfilm kann sich das Salz auflösen und ihn aufbrauchen, bis das Eis geschmolzen ist.
Bei Entzündungen am Auge schwächt Augentrost das ‚Fremdleben‘ auf der Bindehaut. Er entzieht Bakterien, Viren und Pilzen ihre Wachstumsgrundlage.
Schon ab acht Grad Celsius produziert die Haut so gut wie kein Fett mehr. Fehlt das Fett, trocknet besonders die Gesichtshaut schnell aus, wird rot und schuppig.