Warum eigentlich funktioniert das so?

Warum eigentlich...? fragt die Wirtschaftszeitung AKTIV regelmäßig für ihre Baden-Württemberg-Seite und erhält Antworten von Experten aus der Chemie, Forschung, Produktion und Marketing.

Inzwischen sind einige dieser „Geschichten aus der Chemie“ zusammengekommen. Hier fassen wir sie zusammen – zum Nachlesen, Staunen und gerne auch Teilen. 


Farbige Wegweiser sind nicht nur für Autostraßen wichtig. Auf Start- und Landebahnen zeigen sie Flugzeugen den Weg.
Dafür sorgt beim Auftragen ein Zwei-Komponenten-System. Zunächst sprüht man Titandioxid-Pigmente und Acrylatharz für die Haltkraft auf. Anschließend folgt ein sogenanntes Nachstreumittel für die besondere Griffigkeit des Belags.
Wer etwas Weichspüler in den letzten Spülgang von Hemden, Blusen oder Tischdecken gibt, macht sich das Bügeln leichter.
Stoff fühlt sich weicher an, wenn ein Tensid-Film auf das Gewebe kommt. Das bewirkt der Weichspüler. Hierzulande sind die Tenside vollständig biologisch abbaubar.
Experten raten: Täglich zweimal Zähne putzen und einmal täglich Zahnseide verwenden.
Weil Karies Zucker aus der Nahrung in Säure verwandelt. Daraus entstehen die Löcher in den Zähnen. Fluoridverbindungen sind Mineralsalze und unterstützen die Remineralisation des Zahns nach einer Säureattacke. Zusammen mit Kalzium bilden Fluoride eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche.
Gemessen wird die sogenannte Klopffestigkeit mit der Oktanzahl (ROZ). Die ist für Superbenzin (95) und Super Plus (98) genau vorgeschrieben.
Klopft der Motor, hat man falsch getankt. Dann zündet das Benzin-Luft-Gemisch im Zylinder nicht richtig. Durch Druck entsteht das Klopfen. Die Klopffestigkeit des Kraftstoffs zeigt die Oktanzahl (ROZ). Die ist für Superbenzin (95) und Super Plus (98) genau vorgeschrieben.
In England haben die Leuchtstreifen von Evonik einen Preis für Straßensicherheit bekommen. Nach vier Jahren Dauertest hatte sich die Zahl der Unfälle halbiert.
Weil winzige Glaskügelchen in der Markierung das Scheinwerferlicht reflektieren. So wird die Unfallgefahr auf den Straßen um ein Wesentliches gesenkt.
Viele Arzneimittel wirken nur bei bestimmten Gruppen von Kranken. Vor ihrem Einsatz testet man, ob ein Patient dazugehört.
Unter anderem weil Menschen sehr unterschiedlich sind. Je nach Arznei und Krankheit hilft eine Behandlung nur 20 bis 75 Prozent der Patienten. Personalisierte Medizin soll die besondere Ausprägung von Krankheiten bei bestimmten Patientengruppen berücksichtigen und deshalb wirksamer sein.
Smartphones und Tablets können immer mehr, passen aber trotzdem locker in jede Handtasche.
Möglich machen es raffinierte Hightech-Materialien wie Metallpulver aus Tantal. Damit können Elektronik-Bauteile wie Kondensatoren höhere Leistungen auf weniger Raum erzielen.
Null Bock auf Locken? Haar-Experten raten: "Haarfestiger, wasserfestes Haargel und Haarspray verhindern den Effekt". Foto: Fotolia
Unter anderem, weil mit steigender Luftfeuchtigkeit die Haare mehr Wasser aufnehmen und der Durchmesser größer wird. Da das Wasser innerhalb der Haarstruktur ungleichmäßig gebunden wird, werden lockige Haare krauser, glatte Haare verlieren Volumen.
Bei Schnupfen und Erkältungen kommen meist bewährte Hausmittel zum Einsatz – wie zum Beispiel Minzöl. Warum uns das guttut, erklärt Eva Göldner, medizinische Fachreferentin beim Pharma-Unternehmen Recordati Pharma in Ulm.
Bei Kinderspielplätzen wird besonders auf den Einsatz geprüfter Holzschutzmittel geachtet.
Holz kann heute mit umweltschonenden Methoden geschützt werden. So ersetzt man Holzschutzmitteln etwa Chrom, ein als kritisch eingestuftes Fixierungsmittel, durch unbedenkliche Substanzen. Auch Präparate für den Pilz- und Insektenschutz enthalten Wirkstoffe, die europaweit auf ihre Verträglichkeit hin untersucht wurden.