Warum eigentlich funktioniert das so?

Warum eigentlich...? fragt die Wirtschaftszeitung AKTIV regelmäßig für ihre Baden-Württemberg-Seite und erhält Antworten von Experten aus der Chemie, Forschung, Produktion und Marketing.

Inzwischen sind einige dieser „Geschichten aus der Chemie“ zusammengekommen. Hier fassen wir sie zusammen – zum Nachlesen, Staunen und gerne auch Teilen. 


Bewegung hilft: Schwimmen, Wandern oder Nordic Walking regen den Stoffwechsel im Knorpel an und halten Gelenke beweglich.
Wird der Knorpel der Gelänke stark belastet, nutzt er sich ab. Die Einnahme von Kollagenpeptiden hilft dabei, dieser Entwicklung entgegenzusteuern.
Für jede Piste gerüstet: Ob pulvrig, matschig oder verharscht – immer braucht man verschiedene Wachse.
Weil die scheinbar glatte Fläche der Skier eigentlich uneben ist. Das Skiwachs legt sich als Gleitfilm darauf. Bei einer Abfahrt schmilzt der Schnee durch den Druck der Skier und die Reibungswärme. Auf dem so entstehenden Wasserfilm kann der Ski gleiten.
Silberbesteck, Foto: Fotolia
Silberputzen ist lästig: Kaum ist man fertig, schon läuft das gute Besteck wieder braun an. Den Grund kennt Martin Völker, Leiter Analytik am Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie in Schwäbisch Gmünd.
In der kalten Jahreszeit werden Autos besonders schnell dreckig. Die häufige Reinigung ist lästig - aber notwendig.
Split kann kleine Schäden im Lack verursachen. Sind diese einmal vorhanden, verstärkt das Streusalz sie deutlich. Werden solche Steinschläge vom Schmutz verdeckt, bemerkt man sie vielleicht zu spät.
Dank besserer Streutechnik verbrauchen die Streufahrzeuge heute viel weniger Salz. Sie verwenden zudem meist angefeuchtete Salze, die sich schneller lösen als das früher übliche Kochsalz. Foto: dpa Picture-Alliance
Unter anderem, weil an der Oberfläche von Eis die Wassermoleküle nicht so fest an die Eisstruktur gebunden sind wie in dessen Innerem. In diesem Wasserfilm kann sich das Salz auflösen und ihn aufbrauchen, bis das Eis geschmolzen ist.
Mehr als nur ein hübscher Anblick: Das Kraut mit dem lateinischen Namen Euphrasia lindert Bindehautentzündungen.
Bei Entzündungen am Auge schwächt Augentrost das ‚Fremdleben‘ auf der Bindehaut. Er entzieht Bakterien, Viren und Pilzen ihre Wachstumsgrundlage.
Auch an sonnigen Wintertagen ist neben einer reichhaltigen Hautpflege zusätzlich ein Sonnenschutz mit UV-Filter ratsam.
Schon ab acht Grad Celsius produziert die Haut so gut wie kein Fett mehr. Fehlt das Fett, trocknet besonders die Gesichtshaut schnell aus, wird rot und schuppig.
Mit den y-förmigen Antikörpern wehrt sich unser Immunsystem gegen Krankheitserreger. Die Antikörper binden sich ganz spezifisch an Eiweiße auf der Oberfläche von Viren und Zellen. So kann man Krebs bekämpfen. Foto: Fotolia.
Aus einem einfachen Grund: Damit die Immunabwehr funktionieren kann. Antikörper heften sich an schädliche Erregerzellen und kennzeichnen sie für die Fresszellen der Immunabwehr. Mithilfe der Biotechnologie werden nach diesem Prinzip hochwirksame Medikamente hergestellt.
Schornsteinfeger bei der Arbeit: Der Ruß, den er aus dem Kamin kehrt, besteht aus vielen Nano-Kügelchen.
Schon Höhlenmaler und Tätowierer wussten in früheren Zeiten die Eigenschaften von Nano-Kügelchen zu nutzen. Sie nahmen Ruß als Färbemittel. Heute wird er für Autoreifen oder Textilien verwendet.
Gelatine vermutet man in Süßspeisen. Aber in Zündhölzern? Warum sie dort notwenig ist, erklärt Christoph Simon, Experte für technische Anwendungen beim Gelatinehersteller Gelita in Eberbach.