Warum eigentlich funktioniert das so?

Warum eigentlich...? fragt die Wirtschaftszeitung AKTIV regelmäßig für ihre Baden-Württemberg-Seite und erhält Antworten von Experten aus der Chemie, Forschung, Produktion und Marketing.

Inzwischen sind einige dieser „Geschichten aus der Chemie“ zusammengekommen. Hier fassen wir sie zusammen – zum Nachlesen, Staunen und gerne auch Teilen. 


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Über die Osterfeiertage futtern wir jede Menge Schokolade. Dass sie lecker aussieht und lange so schmeckt, verdanken wir speziellen Hilfsstoffen. Hergestellt werden sie zum Beispiel von der Weinheimer Freudenberg Gruppe.
Blüht das Schneeglöckchen erst einmal, haut es so schnell nichts mehr um. Sogar später Frost stört die Pflanze nicht. Michael Straub vom Unternehmen Weleda in Schwäbisch Gmünd erklärt, wie sie das macht.
Nicht vergessen: Bevor die Temperaturen fallen, unbedingt Kühlwasser mit Frostschutz mischen.
Dass Wasser im Kühler nicht einfriert, dafür sorgt Chemie. Alkohole senken die Gefriertemperatur, sie stören den Aufbau geordneter Eiskristalle aus Wasser. Die großen Moleküle binden das Wasser an sich und halten es flüssig.
Ihr Geheimnis gegen die Kälte sieht man nicht: Die Haut dieser Arktisbewohner ist schwarz.
Eine "Zusatzheizung" an der Hausaußenwand macht es möglich. Sie funktioniert mit speziellen Röhrchen aus Polycarbonat. Ihr großer Vorteil: Im Winter wird Wärme produziert, im Sommer Licht reflektiert.
Bei Lastwagen müssen die Reifen lange halten. Die Fahrzeuge sollen schließlich viel unterwegs sein.
Weil neue Technologien den Reifen eine zweites Profil geben können. Es erscheint von alleine, wenn die erste Oberfläche abgefahren ist. Mit dem "aufgefrischten" Grip erhöht sich die Laufleistung der Reifen erheblich.
Egal, welche Pannentechnologie - der vom Hersteller empfohlene Luftdruck sorgt für effizientes Radeln. Deshalb am besten regelmäßig den Reifendruck kontrollieren.
Heutzutage gibt es Pneus mit eingebautem Pannenschutz. Dafür sorgt eine hochelastische Kautschukeinlage. Je dicker die Einlage, desto weniger Schaden.
Licht an zur Adventszeit: Viele Hausbesitzer verzieren ihr Grundstück mit Lichterketten.
LEDs wandeln bis zu 60 Prozent der Energie in Licht um. Bei der Glühbirne bringt der Strom einen „Glühfaden“ zum Leuchten und erwärmt die Lampe dabei auf bis zu 300 Grad. Diesen Energieverlust haben LEDs nicht, denn die Dioden sind sogenannte Halbleiter und erzeugen nur das gewünschte Licht.
Angeln will gelernt sein: Dank spezieller Leinen lassen sich kleine und große Fische aus dem Wasser ziehen.
Die Leinen bestehen nur aus einem einzigen Polyamid-Faden. Reißfest werden die Fäden durch die sogenannte Verstreckung: Sie werden gereckt und fixiert, dabei ordnen sich die Makromoleküle parallel an und knüpfen spezielle Bindungen.
Silberne Heftpflaster? In der Beschichtung steckt jede Menge Know-how. Sie hat nämlich eine desinfizierende Wirkung.
Silber wirkt antibakteriell da sich im Wasser aus dem Metall einige Teilchen als geladene Silber-Ionen herauslösen. Diese Silber-Ionen greifen die Bakterien an. Sie zerstören Enzyme, destabilisieren die Zellwand und stören die Vermehrung der Mikroben.
Schweißverfahren für die Dachabdichtung: Die Unterseite der Bitumenbahn wird mit einem Propanbrenner erhitzt. Die angeschmolzene Schicht sorgt dafür, dass sich das Material unter leichtem Druck vollflächig mit dem Untergrund verbindet.
Für Flachdächer werden heute hochwertige Materialien eingesetzt, wie Glasfaser- und Polyestervliesen. Die Werkstoff trotzen Regen und Hagelschlag, selbst enorme Temperaturschwankungen von minus 30 Grad Celsius im Winter und bis zu 90 Grad Celsius im Sommer stecken sie weg.